Reicht’s jetzt?

BMW i3 hat eine neue Batterie an Bord

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Autor Dominik Laska hat den Elektro-Flitzer, der jetzt bis zu 200 Kilometer schaffen soll, getestet.

Nein, auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert. Auch der überarbeitete BMW i3 bleibt optisch nicht jedermanns Sache. Aber er fährt sich immer noch fantastisch.

Der niedrige Schwerpunkt macht den Stromer zum Kurvenstar, die Motorleistung (von null auf 100 km/h in 7,3 Sekunden) ist beachtlich. Der 170 PS starke Elektro-Antrieb beschleunigt das kleine Kraftpaket in Windeseile, sodass der Fahrer das ein oder andere Mal sanft in den Sitz gedrückt wird. Laune macht das schon.

Äußerlich hat sich außer neuen Lackierungsvarianten nichts getan: Dennoch ist der neue i3 ein Quantensprung für BMW, denn die Bayern schicken ihren Elektro-Flitzer mit einem überarbeiteten Batteriekonzept auf die Straße. 33 Kilowattstunden leistet der neue Akku bei einer Gesamtladung von 94 Amperestunden (Ah). Zum Vergleich: Der alte i3 hatte eine Leistung von 22 Kilowattstunden bei 60 Ah. Was bringt das? Ja, wortwörtlich: Freude am Fahren statt Frust beim Laden.

Mehr Reichweite

Neue Akkuladung: Im überarbeiteten BMW i3 schlummert jetzt ein effektiveres Batteriesystem.

Denn die leistungsstärkere Batterie schafft vor allem eines: Reichweite. Und das bei gleicher Abmessung der Akkus. Das Einzige, was sich geändert hat, ist die chemische Zusammensetzung in den Energiezellen, was eine höhere Ladungsdichte generiert. Das Ergebnis: Ein Reichweitensprung von 190 auf 300 Kilometer im Normzyklus. Der ist im Alltagsgebrauch allerdings nicht zu erreichen. Mit eingeschalteter Klimaanlage, Radio und Navigationssystem schafft der neue i3 aber immer noch bis zu 200 Kilometer. Stattlich. Vorbei die Zeiten, als man an bitterkalten Wintertagen nur mit Zähneknirschen die Heizung einschalten wollte, weil diese die Reichweite sinken ließ wie ein Stein im Wasser. Mit Range Extender, einem Zweizylindermotor, der die Ladung der Batterie konstant hält, vergrößert sich die Reichweite gar um weitere 150 Kilometer. Aufpreis dafür: 4500 Euro.

Wenn die Ladung der Batterie dann aber doch gen null geht, heißt es: Stecker rein und laden. Zehn Stunden an der heimischen Steckdose, drei mit einer Wallbox (gegen ca. 2000 Euro Aufpreis). Bis Ende des Jahres hat BMW zwei Versionen der Aufladestation für daheim angekündigt. Noch schneller geht die Fütterung des i3 nur an öffentlichen Ladestationen mit Gleichstrom (DC). 40 Minuten Wartezeit und schon kann es wieder auf die Straße gehen, versprechen die Münchner.

Zu haben ist der BMW i3 ab 36 150 Euro – 1200 Euro teurer als sein Vorgänger. Für die Elektroprämie von rund 4000 Euro ist er natürlich qualifiziert . Übrigens können auch die bisherigen i3 in einem sogenannten RetroFit mit der neuen Ladeeinheit ausgestattet werden. Kosten: rund 7000 Euro.

Update für den BMW i3

Dominik Laska

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