Gefährlicher Start in die Motorradsaison

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Wasserburg - Milde Temperaturen locken viele Motorradfahrer schon jetzt auf die Straße. Damit steigt auch wieder die Unfallquote. Kommt es zum Unfall, gilt es Details zu beachten.

Spätestens zum 1. April werden auch wieder alle Motorräder mit Saisonkennzeichen unterwegs sein. Die Gefahren für Motorradfahrer sind besonders zu Beginn der Saison enorm – erste schwere Unfälle in Bayern haben sich bereits ereignet.´

Rettungsassistent Wolfgang Baumüller, Leiter der Johanniter Motorradstaffel im südöstlichen Oberbayern, berichtet: „Die Gefahren zum Saisonbeginn sind vielfältig. Die Straßen sind oft verschmutzt und der Winter hat Straßenschäden hinterlassen. Dadurch herrscht erhöhte Sturzgefahr“. An die Autofahrer hat Wolfgang Baumüller eine Bitte: „Über die Hälfte aller Motorradunfälle werden von Autofahrern verursacht, auch sie müssen sich erst wieder an die leicht übersehbaren Motorräder gewöhnen. Ein Schulterblick beim Spurwechsel kann vielen Motorradfahrern große Schmerzen ersparen. Auch hilft es, wenn Autofahrer vor dem Abbiegen rechtzeitig blinken und nicht erst beim Ausscheren anzeigen, wohin sie fahren. Auf kurvigen Straßen müssen Autofahrer wie Motorradfahrer unbedingt auf ihrer Spur bleiben.“

Typische Verletzungen von Motorradfahrern sind Knochenbrüche, schwere Hautschürfungen oder Verletzungen an den Nerven, die zu Lähmungen führen können. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer stets geeignete Schutzkleidung tragen. Eine normale Jeans bietet bei einem Unfall nicht mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk muss so beschaffen sein, dass auch der Knöchel geschützt ist.

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommen, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass er dem Motorradfahrer bei Bewusstlosigkeit den Helm abnimmt – auch wenn am Helm ein Hinweis steht, dass er nur von einem Notarzt zu öffnen sei. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt. Der Helfer greift in den geöffneten Helm, spreizt ihn seitlich und zieht ihn vorsichtig über Nase und Ohren vom Kopf ab. Ist eine weitere Person am Unfallort, sollte sie assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht hält. Anschließend sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte. Jetzt wird die Notrufnummer 112 gewählt.

Wer auf diese Weise eingreift, rettet möglicherweise nicht nur Leben, sondern unternimmt auch alles, was das Gesetz von Zeugen eines Unfalls verlangt. Da jeder unverhofft in die Lage kommen kann, bei einem Unfall helfen zu müssen, empfehlen die Johanniter eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Kurstermine findet man unter www.johanniter-wasserburg.de, telefonische Auskunft gibt es unter 08071 / 95566.

Pressemitteilung Die Johanniter Wasserburg

Rubriklistenbild: © dpa

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