Weniger Lärm und CO2-Ausstoß

Rot-Grün für Tempo 30 in Ortschaften

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Rot-Grün für Tempo 30 in Ortschaften.

Nur noch mit 30 km/h durch Städte und Dörfer? Wenn es nach SPD und Grünen geht, ja. die Politiker wollen der Sicherheit und der Umwelt zuliebe Autos in Innenstädten deutlich bremsen.

Politiker von Grünen und SPD,wollen laut Welt am Sonntag im Falle eines Regierungswechsels nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr die Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften heruntersetzen.

Hauptverkehrsachsen sollen dann jedoch mit Tempo-50-Schildern als wichtige Ausnahme deutlich gekennzeichnet werden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lehnte das Vorhaben ab.

Zeitverlust für Autofahrer sehr gering

Zustimmung für ihren Vorschlag erhielten Grüne und SPD vom Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). „Der Zeitverlust der Autofahrer wird überschätzt und ist mit 10 bis 20 Sekunden pro Kilometer nur gering“, sagte der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg der Zeitung. Dagegen wachse die Sicherheit deutlich: „Bei 30 statt 50 Stundenkilometern verkürzt sich der Bremsweg um mehr als die Hälfte, so dass viele Unfälle vermieden werden können.“

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Polizisten ohne einheitliche Meinung zu Tempo 30 in Städten

Der Vorstoß von Politikern der SPD und Grünen für Tempo 30 in Städten stößt bei den Polizeigewerkschaften auf unterschiedliche Reaktionen. Die größere Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte den Vorschlag, die Polizeigewerkschaft DPolG sprach sich dagegen aus. Der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut sagte den Dortmunder „Ruhr Nachrichten„ (Montag), Experten forderten das schon seit langem. Und er ging noch darüber hinaus und sagte: „Es ist höchste Zeit, auch bei uns über Tempo 130 auf Autobahnen nachzudenken.“

Der DPolG-Vorsitzender Rainer Wendt sagte dagegen in einer Erklärung: „Gegen Tempo-30-Zonen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, aber bitte nur dort, wo diese notwendig sind.“ Die Erfahrung zeige, dass Autofahrer sich an Verkehrsvorschriften hielten, wenn diese für sie nachvollziehbar seien. „Das gilt im Übrigen (...) auch auf Autobahnen.“

dpa

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