Biosprit E10 treibt Spritpreise in die Höhe

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Erst ab Februar ist der neue Biosprit E10 an den meisten Zapfsäulen erhältlich. 

Bald gibt es den neuen Biosprit E10: Bis Februar 2011 sollen alle deutsche Tankstellen das neue Super-Benzin anbieten können. Doch dann steigt, laut Medienberichten auch der Spritpreis.  

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Bio im Sprit: Was ist E10? Was Sie wissen müssen

Nach Branchenangaben liege der Preis für Bioethanol derzeit um rund 50 Prozent über dem für Benzin. Wegen des deutlich niedrigeren Energiegehalts von Ethanol steige bei E 10 jedoch auch der Spritverbrauch. “Für den Autofahrer wird es auf jeden Fall teurer“, sagte ein Sprecher von BP Europa dem “General-Anzeiger“. Wie die Zeitung unter Berufung auf die Mineralölbranche schreibt, wird Super E 10 im kommenden Jahr Benzin zudem verteuern.

Biosprit Umstellung verzögert sich

Verbrauch bei E10

Die Energiedichte von Ethanol ist geringer als die von herkömmlichem Benzin. Deshalb benötigen Motoren mehr Treibstoff, je höher der Alkoholanteil im Sprit ist. Die Prognosen für den Mehrverbrauch fallen ähnlich aus: Gerd Lottsiepen, Verkehrspolitischer Sprecher beim Verkehrsclub Deutschland (VCD), geht von “Schnapsglasgrößen auf 100 Kilometer“ aus. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) spricht von einem Verbrauchsplus von rund drei Prozent.

Die Einführung des neuen Öko-Sprits Super E 10 verzögert sich offenbar. Statt wie ursprünglich geplant zum 1. Januar werde das Bioethanol-Gemisch “frühestens im Februar“ an den Zapfsäulen erhältlich sein, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, Klaus Picard, dem “General-Anzeiger“. Grund sei der hohe Aufwand für die Umstellung. Die neue Benzinsorte soll ab Januar an den mehr als 14.000 Tankstellen nach und nach eingeführt werden. Sie enthält bis zu zehn Prozent Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen. So soll der Klimaschutz gestärkt werden. Bisher werden nur fünf Prozent Biosprit ins Benzin gemischt. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums hatte vor Weihnachten erklärt, E 5 werde es in Deutschland unbefristet weiter geben. Nach Angaben des Ministeriums vertragen derzeit etwa 90 Prozent aller benzinbetriebenen Autos E 10 ohne Einschränkungen. Neufahrzeuge seien in der Regel E-10-tauglich.

AP/dpa

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