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VW Passat Alltrack: Ein edler Klettermaxe

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Der einzig wahre Offroader aus der Passat-Familie: Hans Moritz genoss an einem der letzten herbstlichen Sonnentage den wilden Ausritt mit dem Alltrack ins Ammertal. Auf Asphalt fühlt sich der Kombi genauso wohl wie auf Kies- oder Graspisten.

Einer für die Straße und fürs Gelände - das ist der VW Passat Alltrack. Redakteur Hans Moritz ist den Alltrack im Ammertal gefahren. 

Sehr edel für einen Offroader: das Innenleben des Passat Alltrack.

Die Passat-Familie gehört zu den größeren im VW-Stammbaum. Der Alltrack nimmt dabei eine Sonderstellung ein. Einerseits bietet er den Komfort des Familienautos gehobener Klasse, andererseits soll er als geländetaugliche Version neue Käuferkreise erschließen. Das Projekt ist nicht vollends geglückt. Denn in der langen Reihe der Offroader bleibt der Alltrack am Rand: nicht Fisch, nicht Fleisch – was nicht die Qualität eines Kombis schmälert, der auf nahezu jedem Untergrund eine Menge Fahrspaß garantiert und zugleich die hohen Standards des VW-Konzerns erfüllt.

VW Passat Alltrack

Aber der Alltrack ist nun mal eher ein Straßenauto, wenngleich er nicht allzu wilde Schotter- oder Graspisten auch mit Bravour meistert. „Grenzgänger, der aus dem Wolfsburger Allerlei ausbricht“, hat ihn ein Automagazin einmal trefflich charakterisiert. Die Zwitterstellung wird auch im Fahrzeuginneren spürbar. Die hellen Ledersitze und vor allem die sandbeigen Teppiche passen einfach nicht zum Waldbesitzer, Hüttenwirt oder Jäger. So groß der Kofferraum ist – er fasst

je nach Sitzeinteilung zwischen 588 und 1716 Liter und ist damit ein wahres Raumwunder –, guten Gewissens stellt hier keiner seine schlammverschmierten Gummistiefel rein.

VW Passat Alltrack 1,8 TSI 160 PS

Länge: 4,87 Meter
Breite: 1,82 Meter
Höhe: 1,55 Meter
Bodenfreiheit: 16,5 Zentimeter
Wendekreis: 11,40 Meter
Gewicht: 1590 Kilogramm
Maximalgewicht: 2170 Kilogramm
Tank: 70 Liter
Verbrauch: 7,7 Liter/kombiniert
Spitze: 211 km/h
von 0 auf 100 km/h: 9,2 Sekunden
CO2: 178 Gramm/Kilometer
Kofferraum: 588 – 1716 Liter
Preis: ab 40.100 Euro 

Auf jeden Fall kommt der Alltrack optisch deutlich aggressiver daher als seine Artgenossen, etwa der elegante Straßenkreuzer CC. Mit 16,5 Zentimeter Bodenfreiheit steht er auf erkennbar hohen, gleichzeitig aber stabilen Beinen, nach unten hin schützt eine massive Stahlplatte den Boden vor Aufsetzern etwa auf Feldwegen.
Auch wenn es der Alltrack zumindest äußerlich dennoch nicht mit den X und Qs der Konkurrenten BMW und Audi aufnehmen kann, die Designer werden bei dem Edel-Offroader die Konkurrenz im Blick gehabt haben: Denn mit dem A4 Allroad gibt es auch bei Audi einen Alleskönner, nicht zu vergessen der Emporkömmling Octavia Scout aus dem Hause Skoda.
Das Offroad-Programm des Alltrack kennt man aus dem wuchtigen Touareg. Das hat seinen Preis: Knapp 2800 Euro ist der Alltrack teurer als die 4Motion-Version des Passat Variant. Den würde der Alltrack abseits von Beton und Asphalt allerdings mühelos hinter sich lassen.
Ein echter Höhepunkt ist die Abfahrhilfe. Wer steil bergab unterwegs ist, braucht Ausrutscher nicht zu fürchten. Der Alltrack riegelt sich nach unten selbst ab – bei etwa sechs Kilometer pro Stunde.

VW Passat Alltrack

VW Passat Alltrack

Auf der Straße schüttelt der Alltrack die Geländewagen-Eigenschaften rasch ab. Auch bei hohen Geschwindigkeiten läuft er leise, rund, leistungsstark und reagiert auf jede noch so kleine Lenkbewegung. Er ist damit ein treuer und zuverlässiger Gefährte selbst bei langen Fahrten, der sich kaum bemerkbar macht: Abroll- und Windgeräusche dringen nicht ins übersichtliche Cockpit, das edel daherkommt, Schnickschnack aber nicht nötig hat.

Hans Moritz

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