Per Tau ausgeflogen

Weißbachschlucht: Ehefrau sah ihren Mann stürzen

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Schneitzlreut/Weißbach a. d. A. - Ein Wanderer ist am Samstagmittag in der Weißbachschlucht auf einem glitschigen Holzbrett ausgerutscht. Seine Frau musste alles mit ansehen.

UPDATE, Sonntag 8.50 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Die Reichenhaller Bergwacht und der Rettungshubschrauber Christophorus 6 aus Österreich waren am Samstag um 13 Uhr im Gemeindegebiet Schneizlreuth im Einsatz. Ein 68-jähriger Mann aus Ruhpolding war mit seiner Frau auf einer Wanderung durch die Weißbachschlucht.

Vom Mauthäusl losgegangen, wollten sie die Schlucht durchwandern und wieder dorthin zurückkehren. Nach etwa 15 Minuten Weg kam der vorausgehende Mann an einer seilversicherten Schmalstelle auf einer nassen Holzplanke ins Rutschen und stürzte ca. sechs Meter tief in den Weißbach. Dort konnte er sich einige Meter weiter am Ufer festhalten und den Fels ein Stück hinaufziehen. Dort blieb er erschöpft und verletzt liegen. Die Ehefrau musste den Sturz mit ansehen und konnte ihrem Mann nicht helfen.

Ein Wanderer aus Anger bot sich als Ersthelfer an und kletterte den unwegsamen Fels hinunter und gelangte zu dem Verletzten, wo er sich um den Mann kümmerte bis die inzwischen von anderen Wanderern verständigte Bergwacht mit Notarzt bei dem verletzten Mann eintraf.

Mit Einsatz des Hubschrauber-Bergetaus konnte der Mann aus der Schlucht geborgen werden und auf einer Wiese neben dem Mauthäusl abgesetzt werden. Von dort erfolgte der Transport in ein Salzburger Krankenhaus. Die Polizei Bad Reichenhall nahm den Unfall vor Ort auf.

Wanderunfall: 68-Jähriger schwer verletzt

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Erstmeldung, Samstag 19 Uhr:

Er stürzte daraufhin rund acht Meter tief in die Schlucht ab, schlug dabei zweimal am Fels auf und landete schließlich im kalten Gebirgsbach. Der schwer verletzte Ruhpoldinger konnte sich mit letzter Kraft noch ans gegenüberliegende Ufer retten. Weitere Wanderer fanden den Mann und leisteten sofort Erste Hilfe. Da in der Schlucht kein Handynetz verfügbar war, stieg eine Frau in Richtung Mauthäusl auf und setzte gegen 12.25 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.

Zehn Bergretter aus Bad Reichenhall und Freilassing stiegen zur Unfallstelle ab, versorgten den 68-Jährigen medizinisch und bauten eine Seilbahn auf, um ihn vom gegenüberliegenden Steilufer über den Bach zum rund acht Meter höher gelegenen Weg hochzuziehen. Da die Retter von schweren Verletzungen ausgehen mussten, forderte der Einsatzleiter gleichzeitig einen Arzt an, wobei die Leitstelle den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ nach Weißbach schickte, da gerade kein Bergwacht-Notarzt verfügbar war.

Der Pilot flog per Tau Notarzt und Notfallsanitäter zum Unfallort, die den 68-Jährigen medikamentös versorgten und dann zusammen mit der Bergwacht in den Luftrettungssack umlagerten. Der Ruhpoldinger wurde dann zusammen mit Notarzt und Sanitäter am Tau aus der engen Schlucht nach Weißbach ausgeflogen, in den Hubschrauber umgelagert und zum Salzburger Landeskrankenhaus geflogen. Zur Zwischenlandung des Hubschraubers musste kurzzeitig die B305 (Deutsche Alpenstraße) komplett gesperrt werden. Die Bergwacht transportierte die verbliebene Ausrüstung mit der Seilbahn zum Weg zurück und stieg zu Fuß zum Mauthäusl auf. Der Einsatz dauerte bis 15 Uhr.

BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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