Diskussionen um Grenzzäune zu Österreich, aber:

"Die Abfertigung funktioniert fließend"

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Freilassing/Salzburg - Die Lage an der Freilassinger Grenze hat sich in den letzten Tagen wieder etwas entspannt. Die ins Spiel gebrachten Grenzzäune zu Österreich finden in der Politik dagegen wenig Widerhall.

Auch wenn die Stadt Salzburg weiterhin davon spricht, dass die "Kapazitätsgrenzen ausgeschöpft" sind, war der Druck auf die Grenze und auf die Mozartstadt schon einmal größer: "Die Abfertigung durch die deutschen Behörden funktioniert fließend", ließen die Salzburger gestern verlauten. Wie gewohnt lässt die Bundespolizei 30 bis 40 Flüchtlinge an der Saalachbrücke über die Grenze. Insgesamt warteten in den dortigen Notquartieren etwas über 1500 Menschen auf die Weiterreise nach Deutschland.

Auch in Freilassing verbrachten deutlich weniger Asylbewerber die vergangene Nacht in den Notunterkünften: Rund 420 Menschen befanden sich in der ehemaligen Möbelhalle in der Sägewerkstraße, die noch am Nachmittag mit einem Sonderzug ins Bundesgebiet weitergeleitet wurden. Unterdessen werden in der Politik die Diskussionen um mögliche Grenzzäune zu Österreich weitergeführt: Bereits gestern kam eine Absage von Innenminister de Maiziere zum Vorschlag der Polizeigewerkschaft, einen Zaun zu errichten: "Wenn wir auf diese Weise unsere Grenzen schließen, wird auch Österreich die Grenze zu Slowenien schließen. Genau diesen Effekt brauchen wir", so der DPOLG-Vorsitzende Rainer Wendt gegenüber der Welt am Sonntag. Nun lehnte auch der bayerische Innenminister Herrmann solche Überlegungen ab.

Allein die Diskussion sorgt in Österreich anscheinend für rauchende Köpfe: In Salzburg arbeitet man nun an weiteren Notfallplänen. Falls die Abfertigung an der deutschen Grenze zusammenbrechen würde, will man bei Grödig und Hallein Notfalllager für 3000 Menschen errichten, die binnen drei Tagen errichtet werden könnten.

xe

Quelle: BGland24.de

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