Hier wäre sie in der Alz fast ertrunken 

"Das sind Engel": 18-Jährige bedankt sich bei ihren Lebensrettern

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Roter Kreis: Hier geriet die 18-Jährige in der Alz in die gefährliche Strömung.

Altemarkt - Die 18-jährige Sarah W. war am Mittwochabend mit einer Gruppe in der Alz bei Altenmarkt schwimmen. Gegen 20.30 Uhr geriet sie in einen Strudel und kam in ernste Not. 

Die junge Frau wandte sich an die Redaktion von chiemgau24.de mit der Bitte, ein "Dankeschön" an ihre Lebensretter zu veröffentlichen. Auf unserem Portal hatte sie zuvor einen Artikel über drei mutigen Helfer gelesen, die einen Traunsteinern (44) am Mittwoch im Weidsee vor dem Ertrinken retteten. 

Ungefähr zur selben Zeit und rund 30 Kilometer entfernt, wäre auch Sarah fast ertrunken. 

"Plötzlich wachte ich unter Wasser auf"

Sie schilderte uns, wie sie in Lebensgefahr geriet: "Ich schwamm in der Alz. Plötzlich wachte ich unter Wasser wieder auf und merkte, wie ich von dem Strudel nach unten gezogen wurde. Ich erblickte die Fußsohle meiner Schwester und versuchte mich mit all meiner Kraft daran festzuhalten um nicht weiter unterzugehen". 

Doch sie kann kaum noch Kräfte mobilisieren, hat keine Luft mehr, verliert das Bewusstsein - hier hätte alles enden können. In diesem Moment bemerkt jedoch ihre Schwester, dass Sarah fehlt.  

"Das nächste woran ich mich erinnern kann ist, dass ich auftauchte und wieder Luft holen konnte!", so die 18-Jährige. Ihre Schwester hatte zuvor zwei Jungs aus der Gruppe zu Hilfe gerufen, die unter Wasser nach der jungen Frau suchten und sie glücklicherweise auch fanden. Alle zusammen zogen sie Sarah aus der Alz. "Einer nahm meine Arme und alle waren sie darum bemüht, dass ich Luft bekam. Es dauerte etwas, aber nach einiger Zeit konnte ich wieder normal atmen", erinnert sie sich.

Menschenbild geprägt

Ihren jungen Lebensrettern möchte Sarah an dieser Stelle nun öffentlich Danke sagen: "Allen voran meiner Schwester Jessica, aber auch den Jungs, die ich bis dahin erst zweimal getroffen habe: Sezer, Yener, Ahmet, Fazil und Daniel. Diesen Menschen habe ich mein Leben zu verdanken, ich wäre allein einfach weiter in die Strömung geraten und untergegangen."

Die Gerettete versucht ihre Dankbarkeit in Worte zu fassen: "Für mich sind sie Helden. Mehr als das! Engel trifft es besser."

Das Ereignis prägte auch ihr Menschenbild. Dass ihr Fremde so selbstlos geholfen haben zeige, wie viel Gutes doch in den Menschen stecke. 

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser