Neues zum schweren Unfall vom Mittwoch

Tödlicher Unfall bei Kastl: Gruppe hätte auf Radweg sein müssen

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Tragischer Unfall auf der St2107 bei Kastl am Mittwoch

Altötting - "Tragisch", "ganz furchtbar" oder "wirklich schlimm". Wie auch immer: Die Ermittlungsarbeiten zum Unfall auf der St2107 am Mittwochabend gehen weiter.

Der Unfall auf der Staatsstraße 2107 zwischen Altötting und Burgkirchen auf Höhe Kastl (Zipfer a. Berg): „Tragisch“, „ganz furchtbar“, „wirklich schlimm“. So oder so ähnlich reagierten die Menschen darauf. Polizisten sind auch nur Menschen und auch sie sprechen natürlich von einer gewissen Tragik dessen, was da passiert ist:

Mittwoch gegen 21.30 Uhr

Eine achtköpfige Gruppe von Rennradfahrer aus der Region Salzburg ist zwischen Altötting und Burgkirchen unterwegs. Im Gemeindebereich Kastl fuhr ein Autofahrer mit seinem Opel in die Gruppe. Bei dem Zusammenstoß wurde ein 61-jähriger Mann getötet

Schwerer Unfall in Kastl

Sechs weitere Männer wurden teils schwer verletzt. Drei der Verunfallten konnten mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen, zwei sind noch immer schwer verletzt im Krankenhaus. Einer ist laut der Polizeiinspektion noch in einem kritischen Zustand in einer Regensburger Klinik.

Eine von vielen wichtigen Fragen

Bei all der Tragik und wie schlimm es auch sein mag: Nach einem Unfall gilt es für die Polizei, den Hergang möglichst genau zu rekonstruieren. Nicht genug damit, gilt es hier auch eine wichtige Frage zu klären: Hätte die Gruppe Rennradfahrer den Radlweg neben der 2107 benutzen müssen? Konrad Reischer, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Altötting gibt im Telefoninterview mit innsalzach24.de eine klare Antwort: „Ja“.

Bilder von der Unfallstelle bei Tag

Keine Ausnahme von der Regel

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) schreibt auf seiner Homepage: "Die Straßenverkehrsordnung (StVO) kennt (…) keine Ausnahmeregelung von der Radwegebenutzungspflicht, die unmittelbar an bestimmte Fahrradtypen (wie z.B. Rennräder) oder an eine bestimmte Geschwindigkeit geknüpft ist. Insofern handelt es sich bei der Vermutung, dass Rennradbenutzer oder Mitglieder von Radsportvereinen pauschal von der Radwegbenutzungspflicht befreit sind, lediglich um eine (allerdings scheinbar weit verbreitete) Großstadtlegende, die aber nicht von der StVO gedeckt ist".

Der Radweg ist deutlich mit dem allgemein bekannten Straßenverkehrzeichen gekennzeichnet“, erklärt auch Konrad Reischer von der PI Altötting weiter. Damit fällt in der Sache auf der St2107 auch die Ausnahme von der Regel aus, wonach Fahrradfahrer nicht auf den Radweg ausweichen müssen. Nur dann nämlich, wenn die entsprechende Beschilderung nicht gegeben ist. Das ist aber zwischen Altötting und Kastl der Fall.

Ansonsten gebe es aktuell keine neuen Erkenntnisse zum Unfall auf der St2107 vom Mittwochabend, so Reischer abschließend.

Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr, weil Radfahrer auf der Straße statt auf dem Radweg fahren. Vergangene Woche veröffentlichte unser Volontär Andreas Hundseder einen Kommentar über Radfahrer, die anstatt Fahrradwege zu befahren lieber die Straße nutzen. Bei unseren Usern traf er damit einen Nerv!

Quelle: innsalzach24.de

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