In der prallen Sonne

Eingesperrt: Feuerwehr befreit Kinder aus Autos

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Bevor die Rettungskräfte der Feuerwehr Augsburg das Fahrzeug öffnen konnten, entriegelte der eingeschlossene Bub das Fahrzeug selbst.

Augsburg - Gleich zwei Mal ist die Augsburger Berufsfeuerwehr am Dienstagvormittag ausgerückt, um zwei Kinder zu befreien, die sich selbst im Auto eingesperrt hatten. Eines der beiden übernahm seine Rettung dann aber doch höchstpersönlich.

Der erste Notruf führte die Berufsfeuerwehr Augsburg am Dienstag um 9 Uhr in die Sebastianstraße. Vor dem dort ansässigen Kindergarten hatte sich ein kleines Kind selbst im Auto eingesperrt. Das saß in seinem Kindersitz, der Schlüssel lag neben ihm auf dem Sitz, und die Mama stand panisch vor dem verschlossenen Auto und kam nicht mehr hinein. Die Einsatzkräfte bedeckten das in der prallen Sonne stehende Fahrzeug schließlich mit Decken, damit es im Inneren nicht allzu heiß wird, und öffneten es mit speziellem Werkzeug. Bitter weinend konnte das Kind seine Mama wieder in den Arm nehmen.

Noch vor Ort erreichte die Einsatzkräfte der nächste Notruf: ein weiteres eingeschlossenes Kind, wieder vor einem Kindergarten. Rettungswagen und Kleinalarmfahrzeug machten sich also auf den Weg in die Euler-Chelpin-Straße. Auch dort hatte es ein kleiner Bub geschafft, den Wagen von Innen zu verriegeln. Der Kleine kannte sich anscheinend gut mit dem Autoschlüssel aus und wartete bis seine Mutter die Tür beim Aussteigen geschlossen hatte. Erst dann drückte er auf den Knopf. Die Mama stand vor dem Auto, der Knirps saß drinnen.

"Völlig unbeeindruckt setzte er sich wieder in seinen Sitz und bewunderte seine Mutter und den mit dem Taxi herbeigeeilten Vater", berichtet Friedhelm Bechtel von der Augsburger Feuerwehr in einer Pressemitteilung. Noch bevor die Rettungskräfte das Fahrzeug öffnen konnten, entschied sich der 2-Jährige anscheinend anders, schlüpfte aus seinem Kindersitz und entriegelte das Fahrzeug mit einem "gezielten Druck auf den Fahrzeugschlüssel", so Bechtel. Für seine eigenständige Rettung bekam er sogar Applaus von allen Umstehenden. "Hoffentlich vergisst der Kleine schnell den Applaus und gewöhnt sich nicht daran", schreibt Bechtel in der Mitteilung.

fp

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