Auf 1400 Metern Höhe abgefackelt

So soll der ausgebrannte Smart runter von den Alpen

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Oberstdorf - Ein mysteriöser Fall beschäftigt die Polizei im Allgäu: Zwar wurde der Besitzer des völlig abgebrannten Smarts mittlerweile gefunden. Aber viele Fragen sind noch immer offen. Jetzt soll das Auto vom Berg weg!

Das ausgebrannte Autowrack in den Allgäuer Bergen soll weg! Nach Behördenangaben wird es noch diese Woche mit geländegängigen Fahrzeugen vom Berg geholt. „Wir haben die Freigabe von der Polizei erhalten, dass sie das Auto nicht mehr brauchen“, so eine Sprecherin. Nach Behördenangaben wird es noch diese Woche mit geländegängigen Fahrzeugen vom Berg geholt.

Nach dem rätselhaften Fund eines ausgebrannten Autos in den Allgäuer Bergen hat die Polizei den Eigentümer zwischenzeitlich ermittelt. Es handelt sich um einen 30 Jahre alten Mann aus dem Unterallgäu, wie die Polizei mitteilte.

Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, war der Mann am Freitag an dem 2259 Meter hohen Berg Höfats bei Oberstdorf in Not geraten und von der Bergwacht gerettet und in eine Klinik gebracht worden. Diese könne der Mann allerdings bald wieder verlassen. "Der Eigentümer des Fahrzeugs wurde noch nicht kontaktiert", sagte ein Polizeisprecher. "Wir werden ihn den kommenden Tagen aufsuchen", so die Polizei.

„Der Diebstahl der Kennzeichen ist nach momentanem Kenntnisstand die schwerwiegendste Straftat, die ihm vorgeworfen wird”, sagte der Polizeisprecher. Außerdem stehen diverse Umweltstraftaten im Raum. Darum solle nun auch Erde von der Brandstelle mitgenommen werden. „Es soll untersucht werden, ob der Boden möglicherweise kontaminiert ist”, sagte die Sprecherin des zuständigen Landratsamtes. Die Kosten für den Abtransport des Autowracks und auch dessen Entsorgung müsse dann wohl auch der Autobesitzer tragen.

Auf den Besitzer waren die Ermittler über mehrere Wege gekommen. Zum einen sei es gelungen, die Fahrgestellnummer am Auto zu rekonstruieren. Zudem meldete sich ein Zeuge, der den ausgebrannten Kleinwagen auf einem Zeitungsfoto anhand der Felgen wiedererkannt hatte - der Zeuge hatte das Auto im Oktober an den 30-Jährigen verkauft.

In dem rätselhaften Fall sind noch viele Fragen offen. So ist weiter unklar, wie das Auto in das abgelegene Gelände kam und dort in Brand geriet. Zudem ergaben die Ermittlungen, dass die am Auto angebrachten Ulmer Kennzeichen nicht für den gefundenen, sondern für einen anderen Wagen ausgegeben wurden. Von diesem waren sie Anfang November auf einem Parkplatz in Ulm gestohlen worden.

mh mit Material der dpa

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