Geplante Krankenhausreform

Klinikpersonal zieht bayernweit auf die Straßen

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Sie fordern eine bessere Patientenversorgung: Am Mittwoch demonstrierten bundesweit, hier in Hannover, Klinik-Mitarbeiter gegen die neue Krankenhausreform.

Nürnberg/München - Mit Protestzügen haben am Mittwoch mehrere tausend Klinikbeschäftigte in Bayern gegen die geplante Krankenhausreform Front gemacht. Verdi hatte zu einem bundesweiten Protesttag aufgerufen. 

Allein in Nürnberg beteiligten sich mehrere hundert Menschen an einer Demonstration durch die Innenstadt. Aufgerufen zu den Protesten hatten die Bayerische Krankenhausgesellschaft sowie rund 100 Kliniken im Freistaat.

Unter dem Motto „Krankenhausreform - so nicht!“ fanden nach Angaben des Klinikdachverbandes zeitgleich 60 Protestaktionen im Freistaat statt. Nach Ansicht des Geschäftsführers der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Siegfried Hasenbein, bringt die Reform zwar „punktuelle Verbesserungen“ für die Kliniken. „Die Belastungen werden diese Verbesserungen aber um ein Vielfaches übersteigen“, warnte er.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will mit seiner Reform die Qualität in den Krankenhäusern stärken. Häuser mit anhaltend schlechten Leistungen müssen mit Abschlägen rechnen. Bei guten Leistungen gibt es Zuschläge. Zudem soll die Pflege am Krankenbett wieder ausgebaut werden. Dazu stehen von 2016 bis 2018 insgesamt 660 Millionen Euro für neue Pflegestellen in den Krankenhäusern zur Verfügung.

dpa

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