"Eines der zentralen Ziele der Arbeitsgemeinschaft für Bevölkerungsschutz"

DLRG unterstützt Ausbildungszentrum für Bevölkerungsschutz

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DLRG-Luftretter beim Training mit der bayerischen Polizei

Bayern - Mit großer Freude nimmt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern die Mitteilung der bayerischen Staatsregierung auf, eine Akademie für den Bevölkerungsschutz zu schaffen.

Wasserretter der DLRG im Hochwassereinsatz 2013

"Das war und ist eines der zentralen Ziele der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz (Arge BVS) in Bayern", so Walter Kohlenz, Vizepräsident der bayerischen DLRG. Er ist Vertreter der Wasserretter in diesem seit 7. Mai 2014 bestehenden Zusammenschluss der fünf großen Hilfsorganisationen Arbeiter- Samariter-Bund (ASB), Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter Unfallhilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) sowie der beiden assoziierten Mitglieder Technisches Hilfswerk (THW) und Medizinisches Katastrophen-Hilfswerk (MHW). 

"Mit der aktuellen Ankündigung setzen Ministerpräsident Horst Seehofer, Innenminister Joachim Herrmann und Finanzstaatssekretär Albert Füracker die erforderlichen Signale in einer für Rettungsdienste und Sicherheitsbehörden anspruchsvollen Zeit. Dies stellt einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung dar und hierfür sind wir sehr dankbar", so Kohlenz weiter. Hintergrund sind die Erklärung des Ministerpräsidenten Seehofer vom 30. Juli, sowie Mitteilungen des BRK vom 1. August und des bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 3. August, in denen die Bestrebungen, ein gemeinsames Ausbildungszentrum für die Katastrophen- und Terrorabwehr aller Hilfsorganisationen zu planen, bestätigt und veröffentlicht werden. 

Ausbildung der DLRG-Luftretter an einem Hubschraubersimulator

"Ziel des Projektes war es von Beginn an, die verschiedenen Stärken der einzelnen Organisationen zu bündeln und so gemäß Vereinbarung von 2014 unter anderem auch Konzeption, Errichtung und Betrieb eines solchen Zentrums gemeinsam mit den für die Gefahrenabwehr politisch und behördlich zuständigen Stellen in Bayern zu realisieren", so Kohlenz weiter. "Nun liegt es an allen Partnern, dass dieses Projekt zu einem Erfolg zu Gunsten der Bevölkerung und unserer vielen Haupt- und Ehrenamtlichen Retter wird", ist sich Kohlenz bewusst und freut sich auf die Herausforderung, das gemeinsame Zentrum mitzugestalten. 

Eine noch bessere Gefahrenabwehr 

"Wir werden gerne unseren Beitrag als größte Wasserrettungsorganisation der Welt und erfahrene Hilfsorganisation in Großschadens- und Katastrophenfällen im In- und Ausland leisten und sind uns der bevorstehenden Aufgaben sehr bewusst", so Kohlenz weiter. Auch Sven Slovacek, Leiter Einsatz der DLRG in Bayern, zeigt sich begeistert. Er ist sich sicher, dass die bayerische Gefahrenabwehr mit einem solchen Ausbildungszentrum für die Herausforderungen noch besser gerüstet sein wird, denen sich alle Hilfsorganisationen in den nächsten Jahren werden stellen müssen. 

Der für die Ausbildung der DLRG in Bayern verantwortliche Leiter, Patrick Sinzinger, sieht ebenfalls großes Potenzial. "In einem gemeinsamen Ausbildungszentrum können die Lehrinhalte der spezialisierten Ausbildungszentren der verschiedenen Organisationen synchronisiert werden, Einheiten ihre Abläufe standardisiert gemeinsam trainieren und Führungskräfte sich fachdienstübergreifend fortbilden. Der notwendige Blick über den Tellerrand kann hier wunderbar mit Leben gefüllt werden", so Sinzinger. Die Politik zeigt Weitblick, ist Kohlenz überzeugt. Man sei der großen Hoffnung, dass die Bayerische Staatsregierung - ähnlich dem erfolgreichen Konzept der Feuerwehrschulen - auch hier einen Meilenstein setzt und Bayern seiner deutschlandweiten Führungsrolle in Sachen innere Sicherheit erneut gerecht wird.

Presemitteilung DLRG Bayern

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