Mit dem Auto, dem Radl oder zu Fuß

Welcher Weg zur Schule ist am gefährlichsten?

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Bayern - Wenn im Freistaat Grundschulkinder auf dem Schulweg verunglücken, dann meist als Beifahrer im Auto. Ist es vielleicht besser, seine Sprösslinge zu Fuß oder mit dem Bus in die Schule zu schicken?

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse verunglückten im vergangenen Jahr 517 bayerische Kinder im Grundschulalter als Mitfahrer im Auto. "Die Hälfte davon bei Unfällen in geschlossenen Ortschaften", fasst Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse in Bayern, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zusammen. Zu Fuß verletzten sich im Straßenverkehr 316, mit dem Fahrrad 231 Kinder in dieser Altersgruppe.

Verletzte Kinder im Auto: Bayern deutlich über Bundesschnitt

Mit Niedersachsen und Hessen, bei denen auch rund jedes zweite verunglückte Grundschulkind Autobeifahrer war, steht der Freistaat an der Spitze dieser traurigen Statistik.Bundesweit waren es nur 40 Prozent.

Unmittelbar vor und nach Schulbeginn höchste Gefahr Wochentags zwischen sieben und acht sowie zwischen 16 und 17 Uhr ereigneten sich mit Abstand die meisten Unfälle. "Während den typischen Schulbring- und -abholstunden registrierten die Statistiker teilweise bis zu sechs Mal mehr Unfälle als in den Stunden dazwischen", erklärt Bredl. "Dauerstau und chaotische Verkehrssituationen vor manchen Grundschulen; dazu am Lenkrad gehetzte Eltern, die ihre Sprösslinge schnell vor der Arbeit per "Taxi Mama" zum Unterricht bringen - das alles erhöht die Unfallgefahren", vermutet der Leiter der Techniker Krankenkasse.

Entspannt zu Fuß oder per Bus in die Schule

Deshalb plädiert Bredl dafür, wann immer es möglich ist, den Nachwuchs zu Fuß zur Schule zu gehen lassen: "Sie werden dabei selbstständig und können entspannt in den Schultag hinein gleiten." Alternative ist der Bus, beispielsweise bei schlechtem Wetter oder einem weiten Schulweg. Mit diesem Verkehrsmittel verunglückten vergangenes Jahr in Bayern 39 mitfahrende Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren.Das sind über 90 Prozent weniger im Vergleich zum Auto.

Tipps, wie Kinder sicher unterwegs sind, gibt es bei uns "Durch die richtige Kleidung Unfälle vermeiden" und auf TK-Logo, dem Online-Wissenschaftsmagazin für junge Leute, unter www.tk.de mit "Sicher mit dem Rad unterwegs" und "Sicher mit dem Schulbus unterwegs".

Pressemitteilung Techniker Krankenkasse Bayern

Rubriklistenbild: © pa

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