Arsen und Blei im Boden

Bayerns größte bewohnte Altlast ist saniert 

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15 Jahre dauerte die Sanierung, nun ist der giftige Boden abgetragen. 

Schonungen - Die Sanierung von Bayerns größter bewohnter Altlast ist beendet. Mit einem kleinen Fest und der Eröffnung eines Altlastenlehrpfades wurde das 15-jährige Projekt am Samstag offiziell abgeschlossen.

In den vergangenen drei Jahren wurden auf dem Gelände der ehemaligen Chemiefabrik Sattler in Schonungen (Landkreis Schweinfurt) Rückstände von giftigem Arsen, Blei und Kupfer ausgebaggert und entsorgt. Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann (SPD) hofft nun auf einen Neustart auf dem Areal. Auf dem Gelände sollen Grünflächen, Einfamilienhäuser und ein Wohnanlage für Senioren entstehen.

Fast 140 000 Tonnen Erde wurden seit August 2012 ausgehoben und zur Deponie gefahren. Rund 475 Tonnen des Aushubes waren mit Halb- und Schwermetallen belastet, 97 000 Tonnen davon wurden dem Umweltamt des Landkreises Schweinfurt zufolge in einem Salzbergwerk eingelagert.

40 Millionen hat die Sanierung der Sattler-Altlast in Schonungen gekostet. Den Großteil davon zahlt das Land. Die 1814 gegründete Farbenfabrik Sattler stellte in Schonungen bis etwa 1930 das berühmte „Schweinfurter Grün“ her. Anfang 2001 waren bei Untersuchungen Arsen-Konzentrationen festgestellt worden, die den erlaubten Wert fast um das 400-fache überschritten.

dpa

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