Greenpeace Detox-Kampagne

PFC-Skandal: Es gibt sie - Die Alternativen zu giftiger Outdoorbekleidung

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Expedition to Macun Lakes in Switzerland to Detox the Great Outdoors

Berchtesgaden - Schlechtes Wetter gibt es nicht - nur die falsche Bekleidung. Aber was bedeutet "falsche Bekleidung"? Und kann hochwertige Outdoorbekleidung die uns trocken hält, auch gleichzeitig umweltfreundlich sein?

Schlechtes Wetter gibt es nicht - nur die falsche Bekleidung. So pflegten schon unsere Großeltern zu argumentieren, wenn der stubenhockende Nachwuchs nicht bei Regen rauswollte. 

Damals kam der gute alte Friesennerz zum Einsatz, wenn man nicht nass werden wollte. Allerdings hat der Friesennerz nicht wirklich etwas mit Atmungsaktivität zu tun. Und die lieben bekanntermaßen die Outdoor-, bzw. Bergsportler. 

Aber geht das überhaupt? Wasserfest und Atmungsaktiv? Und noch dazu umweltfreundlich? Zu diesem Thema hat bereits Martin Schaumann aus dem Hause Bergsport Geistaller BGLand24.de vor einiger Zeit ein interessantes Interview gegeben.

Globaler Süden - Wiege der Welttextilproduktion

Der Großteil der Welttextilproduktion findet hauptsächlich in Asien (hauptsächlich China), aber auch in Ländern wie Mexiko statt. Arbeitskraft ist dort billig und die Umweltstandards sind niedrig. Kaum jemand kontrolliert nachvollziehbar wo und in welcher Menge umwelt- und gesundheitsgefährdende Chemikalien verwendet werden und somit die Gewässer verschmutzen und die Okösysteme auf der Erde täglich mehr vergiften. 

Alleine Deutschland importiert über 800.000 Tonnen Textilien aus diesen Produktionsstätten. Ein Irrglauben, wer meint, dass diese Umweltverschmutzung weit weg ist und wir diese Textilien unbesorgt tragen können, denn auch bei uns gelangen Rückstände beim Waschen in die Gewässer. 

Greenpeace Detox Kampagne

Vor einigen Jahren hat Greenpeace die Detox Kampagne ins Leben gerufen, mit der das Unternehmen erreichen möchte, dass die Textilproduktion sauberer und die giftigsten Chemikalien ausgelistet werden. Der Einsatz von umweltfreundlicheren Alternativen sollen gefördert werden.

In der Modebranche gibt es den sogenannten Detox-Catwalk, der ebenfalls von Greenpeace ins Leben gerufen wurde und genauestens darüber informiert, welches Unternehmen bemüht ist die sauberen Standards einzuhalten. Aber wie schaut es in der Outdoorbranche aus?

Detox-freier Bergsport - geht das?

Während Modefirmen farbtechnisch einfacher auf die Verwendung von Schadstoffen verzichten können, setzt ein Großteil der Outdoorbranche weiterhin auf den Einsatz giftiger Stoffe und beruft sich dabei auf Wetterfestigkeit, etc. 

Das es auch anders geht zeigen umweltbewusste Ausnahmeunternehmen, die die Detox-Kampagne bereits unterschrieben haben. So hat sich zum Beispiel Vaude (Tettnang) im Sommer 2016 dazu verpflichtet, bis 2020 auf alle schädlichen Substanzen in seiner gesamten Lieferkette zu eliminieren. 

Páramo Directional Clothing Systems aus East Sussex hat bereits im Januar 2016 die Detox Kampagne unterschrieben und zieht bereits ein erstes Resumée. 

Selbstverständlich haben wir zu diesem Thema auch wieder einen regionalen Bergsportanbieter befragt. Das Interview dazu lesen Sie in den kommenden Tagen. 

Quelle: BGland24.de

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