Sport statt Computer - So klappt der Weg zurück ins Leben

CJD Christophorus - "Danke für mein neues Leben"

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Gabriel im des CJD Adipositas Zentrum

Berchtesgaden - Den halben Tag Computerspiele und dazu essen – das bleibt bei vielen Jugendlichen nicht ohne Folgen. Wenn sie erst einmal starkes Übergewicht haben, kommen sie alleine kaum noch davon weg

Vor zwei Jahren begann bei dem 16-jährigen Gabriel das Problem. Nach der Schule setzte er sich vor den Computer und spielte: „Sechs bis sieben Stunden kamen am Tag schon zusammen. Dazu habe ich immer mal etwas gegessen.“ In kurzer Zeit nahm er zu. Schulischer Stress machte die Sache nicht besser. Zuletzt wog der schwäbische Jugendliche 132,5 kg. Er beschloss, dass es so nicht weiter gehen sollte. 

Hilfe durch das Christliche Jugenddorf in Berchtesgaden

Seine Mutter schlug ihm eine vierwöchige Rehabilitation in den Berchtesgadener Alpen vor. „Im Sommer kann man hier wandern und mountainbiken und im Winter Ski fahren und snowboarden.Es ist ein guter Ort, um einen übergewichtigen Teenager zu einem bewegteren Leben zu motivieren“, erklärt Alla Kraus, Ärztin und Adipositastrainerin in der CJD Oberau Health & Activity Lodge. Das Adipositaszentrum des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands liegt auf rund 1.000 m Höhe in alpiner Umgebung mit Blick auf imposante Gipfel wie dem 2.713 m hohen Watzmann".

Rauf in die Berge - Runter mit den Kilos

So lautet eines der Mottos beim Adipositaszentrum des Christlichen Jugenddorfes CJD in der Oberau. Um abzunehmen und einen neuen, gesunden Lebensstil zu lernen, sind spezielle Rehabilitationshilfen nötig. Gabriel gefällt es dort sehr gut: „Am Anfang hatte ich ein bisschen Heimweh, aber jetzt ist alles super.“ Der viele Sport und die Bewegung ist zunächst ungewohnt: „Es ist schon anstrengend. Früher habe ich außer Schulsport keinen Sport gemacht.“ Nach kurzer Zeit stellen sich aber erste Erfolge ein, und Gabriel wird fitter. „Das ist ein wichtiger Aspekt“, erklärt Adipositastrainerin Alla Kraus. „Mehr Muskeln bedeuten einen höheren Grundumsatz, wodurch das Abnehmen leichter fällt“.

Spaß an Bewegung und Aktivität

Bei der vierwöchigen Rehabilitation lernen die Kinder und Jugendlichen in altersgerechten Gruppenalles Wichtige über eine gesunde Ernährung und erfahren, wie sich ihr Essverhalten im Alltag positiv verändern lässt, zum Beispiel durch Einkaufstraining und gemeinsames Kochen. Die Gruppendynamik hilft dabei - auch beim Sport. Durch gemeinsame Erfolgserlebnisse wächst der Spaß an Bewegung und Aktivität - etwas, was für viele vorher völlig undenkbar war. In den vier Wochen nehmen die Kinder und Jugendlichen durchschnittlich 4 bis 8 Kilogramm ab. Gabriel hat nach drei Wochen schon 6 Kilogramm runter: „Bis jetzt ging es eigentlich ganz leicht. Wir essen einfach gesünder und bewegen uns mehr“.

Langfristig gesund und aktiv

„Die Jugendlichen sollen ein normales Essverhalten lernen. Deshalb bekommen sie bei uns eine leicht kalorienreduzierte Kost, von der sie aber durchaus satt werden“, betont Alla Kraus. „Um dauerhaft das Übergewicht in den Griff zu bekommen, ist aber eine grundlegende langfristige Lebensstiländerung nötig.“ Das erklären die Medizinerin und die Therapeuten des Adipositaszentrums auch den Jugendlichen und bereiten sie vor auf die Zeit nach dem Rehabilitationsaufenthalt. Dann wird sich zeigen, wie sie das Gelernte langfristig umsetzen. Für Gabriel ist klar: „Ich will auf jeden Fall mein Gewicht halten und noch verbessern.“

Quelle: BGland24.de

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