CSU-Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber:

"Die Arbeit ist unsere Demonstration!"

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Michaela Kaniber 'demonstriert' täglich in München.

Bad Reichenhall - Am Samstag ist großer Demonstrationstag in Freilassing. Bei der heimischen CSU-Landtagsabgeordneten Michaela Kaniber und der CSU Berchtesgadener Land stößt das auf Unverständnis.

Die Alternative für Deutschland demonstriert am Samstag unter dem Motto 'Bayern steht auf' gegen die Bundespolitik im Allgemeinen und die Flüchtlingspolitik im Besonderen. Gleichzeitig solidarisiert sich ein breites Bündnis aus Bündnis 90/Die Grünen Berchtesgadener Land, DIE LINKE Kreisverband Traunstein, der Grünen Jugend Traunstein und Oberbayern, den Jusos Traunstein und Oberbayern, der ÖDP Berchtesgadener Land, der SPD Berchtesgadener Land, der Unabhängige Bürgervereinigung Bischofswiesen und vielen mehr mit den Flüchtlingen. "Menschlichkeit statt Hetze" ist ihr Motto.

"Ich bin enttäuscht, dass Parteien in eine Stadt kommen, die bis zum Anschlag belastet ist", fasst Kaniber gegenüber BGLand24 ihren Ärger zusammen. "Wenn es um die Bundespolitik geht, dann sollen sie bitte in Berlin demonstrieren." Auch auf die andere Seite will sich die CSU nicht schlagen. "Unsere Arbeit ist unsere Demonstration - jeden Tag", betont die heimische Landtagsabgeordnete.Dauergast in der Staatskanzlei

Ministerpräsident Horst Seehofer weiß schon, was es geschlagen hat, wenn Kaniber auf ihn zukommt und auch Bayerns Finanzminister Markus Söder will sich nicht mit ihr anlegen. Denn sobald sich in der Grenzstadt ein neues Problem auftut, wird die Abgeordnete in der Staatskanzlei vorstellig. "In so einer Situation brauchen sie keine Briefe mehr schreiben."

Kaniber steht im täglichen Kontakt mit den Hilfskräften vor Ort, Bürgermeister Josef Flatscher und Landrat Georg Grabner. Auch mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Peter Ramsauer werden fast täglich Gespräche geführt, denn auch die Landtagsabgeordenete fordert, dass 'der Bund seine Hausaufgaben macht.' "Wir alle miteinander erleben die größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg", so Kaniber. Dafür müssten jetzt endlich Lösungen gefunden werden.

Die Bayerisch Gmainerin lässt keinen Zweifel daran, dass Politik oft langsam ist: "Aber es muss geregelt ablaufen." Nur so sei es nach dem ersten Flüchtlingseinfall auch möglich gewesen, unbürokratisch mehr Polizeipersonal einzusetzen und letztlich der Grenzkontrollen umzusetzen.

cz

Quelle: BGland24.de

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