Wegen Hetztafel am Gartenzaun

"Judensch...": Anzeige für Bergener Reichsfahnen-Hisser

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Bergen - Schon seit Jahren sieht man seine Reichskriegsfahne im Garten flattern, doch jetzt setzte es eine Anzeige: Wegen einem Hetzplakat am Gartenzaun des Bergeners.

Ein Foto von der Sachbeschädigung Ende Mai.

Verboten ist die Fahne nicht, die die Marine im Deutschen Kaiserreich verwendete. Doch genutzt wird sie heutzutage fast nur noch von der rechten Szene. Fährt man von Siegsdorf nach Bergen begrüßt einen gleich nach der Netto-Filiale ein Exemplar einer solchen Fahne. Provokant, keine Frage - und Ende Mai wurde dem 78-jährigen Bergener die Fahne auch geklaut und das Wort "Nazischwein" in großen Lettern an seinem Zaun hinterlassen. 

Auch dieses Schild hing schon am Zaun des 78-Jährigen. 

Durch verschiedene Tafeln an seinem Zaun wollte der Bergener nun wohl die Retourkutsche fahren, doch damit hat er sich nun selbst eine Anzeige eingehandelt. "Dieser Juden-Schmierer ab in die Irrenanstalt", hing dort eine Weile lang. Wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet, war es ein weiteres Schild, dass ihm den neuen Ärger einbrachte:

"Achtung und Vorsicht! Der Judensch... treibt sein Unwesen. Er besprüht Zäune und reißt Fahnen von den Mästen. Dieser Mann gehört in die Irrenanstalt. Diese und weitere Betätigungen sind Straftaten!!!"

Wie das Traunsteiner Tagblatt schreibt wurde die Tafel nun von der Polizei abgenommen, eine Anzeige folgte: Anfangsverdacht wegen Volksverhetzung. "Man muss sich auch schämen wenn unzählige Touristen, die durch unsere schöne Gegend fahren, diesen Anblick serviert bekommen", schrieb uns ein Leser vor Kurzem - eben ein solcher Tourist war es, der die Ermittlungen der Polizei wegen Volksverhetzung nun ins Rollen brachte

xe

Quelle: chiemgau24.de

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