Besuch bei protestierenden Flüchtlingen in Bergen

Landtagsabgeordnete: "Wir sind tief erschüttert"

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Landtagsabgeordneter Knoblauch (links) besuchte am Montag das Protestcamp der Flüchtlinge in Bergen.

Bergen - Die Asylbewerber aus Bergen fahren weiter zweigleisig: Protest in Bergen, Nothilfe in Simbach. Nun bekamen sie solidarischen Besuch aus dem Bayerischen Landtag.

"Wir sind tief erschüttert darüber, wie hier mit den Betroffenen und Beteiligten verfahren wird. Wir werden umgehend beginnen uns in diese Situation zu involvieren, um zeitnah eine Lösung zu finden", so das Fazit vom SPD-Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch. Zusammen mit dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Pfaffmann besuchte er am Montag das Protestcamp der Bergener Flüchtlinge

Ein Teil hält weiter am Dorfplatz die Stellung, der andere Teil hilft weiter im Simbacher Katastrophengebiet. Simbacher Unternehmer baten in den letzten Tagen ihren Bürgermeister, einen Shuttle-Bus für die Flüchtlinge einzurichten. Sie sind weiterhin auf Privatfahrzeuge angewiesen, um nach Simbach zu kommen - das gestaltet sich auf die Dauer schwierig. Doch vom Bürgermeister kam nun eine Absage: Die Hilfsbereitschaft sei zwar "sehr, sehr beeindruckend", aber Simbachs Fuhrpark sei derzeit "voll verplant".

Wer kann den Shuttle-Bus anbieten?

Nun hoffen die Simbacher Unternehmer, dass ihr Bürgermeister Klaus Schmid zumindest Kontakt zu seinem Bergener Amtskollegen Stefan Schneider oder dem Traunsteiner Landratsamt aufnimmt, um über sie einen Shuttle-Service zu verwirklichen. Wie am Montag berichtet, wollen die Flüchtlinge, vor allem nicht anerkannte Asylbewerber aus dem Senegal, ihren Protest aber fortsetzen: "In das Objekt bei Petting, abgeschieden im Wald, werden sie ohnehin nicht gehen", hieß es von Seiten des Bergener Helferkreises.

Die Flüchtlinge fühlen sich in Bergen gut integriert, leben seit knapp drei Jahren in der Ortsmitte. Weil die Staatsregierung die Pachtverträge mit dem alten Gasthof Hochfelln aber nicht verlängerte und eine andere Unterkunft in Kühnhausen nun bereit steht, sollen sie umziehen. Doch das dortige Haus ist etwas abgeschieden, rund drei Kilometer vom Ortskern entfernt. Man befürchtet "soziale Isolation".

xe

Quelle: chiemgau24.de

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