Urlauber getrennt unterwegs

Mehrere Bergwacht-Truppen suchten nach Ehepaar

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Inzell - Erschöpft schaffte ein Ehepaar bei zunehmender Dunkelheit nicht mehr den Abstieg von der Kaitlalm. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie zunächst nur die Frau.

Am Karsamstag, gegen 20 Uhr, wurde die Bergwacht Inzell alarmiert. Ein Ehepaar, das in Weißbach an der Alpenstraße Urlaub machte, war zu Fuß von der Kaitlalm in Richtung Weißbach unterwegs, wobei der Ehemann gestürzt war. Ein telefonischer Kontakt mit den Urlaubern war nicht möglich. Auch eine genauere Lagebeschreibung war nicht vorhanden.

Somit fuhr das Rettungsfahrzeug auf der Forststraße in Richtung Kaitlalm und ein Trupp mit drei Einsatzkräften machte sich über den Waldbahnweg zu Fuß auf den Weg. Ein zweiter Fußtrupp wurde vom Rettungsfahrzeug an der Bäckinger Klause abgesetzt um den Waldbahnweg von oben her abzusuchen.

In der Nacht und noch dazu ohne Licht stellt sich der Waldbahnweg als sehr gefährlich dar, da man dort an einigen Stellen direkt neben dem Weg über mehrere Meter in den Bach abstürzen kann. Nach kurzer Zeit trafen die Einsatzkräfte oberhalb des Tunnels am Waldbahnweg auf die Ehefrau. Diese war erschöpft aber unverletzt. Die erste Info der Frau war, dass sich ihr Ehemann, um sich auszuruhen, neben den Weg gelegt hatte und nicht weit weg sein könne.

Wo war der Ehemann abgeblieben?

Nach einiger Zeit teilte sie jedoch dem Einsatzleiter mit, dass sie sich bereits zwischen Harbachalm und Kaitlalm von Ihrem Ehemann getrennt hatte.

Da man durch diese Info den Suchradius erweitern musste und der Plattlingsteig nicht auszuschließen war, wurde die Suchhundestaffel alarmiert. Diese konnte aber kurz darauf wieder abbestellt werden, da der Ehemann vom ersten Trupp am Waldbahnweg gefunden wurde. Der Urlauber war ebenfalls unverletzt aber ziemlich erschöpft, da sich für das Ehepaar nach der Almeinkehr der Abstieg mit zunehmender Dunkelheit als äußerst schwierig herausstellte.

Mit Unterstützung konnte dieser selbständig zum Rettungsfahrzeug an der Bäckinger Klause gehen und wurde von dort nach Weißbach transportiert. Im Einsatz waren 15 Einsatzkräfte der Bergwacht Inzell.

Quelle: Pressemitteilung Bergwacht Inzell

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © BRK

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