Brand in Halsbach

"Wenn wir die nicht halten, ist der Bauernhof weg"

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Bei dem Brand ist ein großer Sachschaden entstanden. Verletzt wurden glücklicherweise weder Menschen noch Tiere

Halsbach - Ein Brand auf einem Bauernhof in Kirchberg verursachte einen hohen Sachschaden. Es hätte aber noch weit schlimmer kommen können. 800 Tiere wären in Gefahr gewesen.

Bei einem Feuer auf einem Bauernhof in Kirchberg (Gemeinde Halsbach) ist ein Gebäude komplett abgebrannt, zwei Nebengebäude sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Sachschaden ist enorm, die Polizei beziffert ihn in einer ersten Schätzung auf mindestens 200.000 Euro. Nichtsdestotrotz hatte die Landwirtsfamilie wohl Glück im Unglück. So konnte die Feuerwehr zumindest verhindern, dass die Flammen auf weitere Gebäude übergreifen.

Holzwerkstatt stand bereits unter Vollbrand

Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf das Heu übergreifen

Wie Stefan Hauck, Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Halsbach, erläutert, habe das Gebäude, in dem das Feuer ausgebrochen war, bereits in Vollbrand gestanden, als die Einsatzkräfte eingetroffen sind. Der Brand war aus bislang ungeklärter Ursache in der Holzwerkstatt des Hofs ausgebrochen. Gleich neben der Werkstatt, wo sich auch ein Holzlagerplatz befand, steht ein Gebäude mit einer Biogasanlage. In dem Gebäude auf der anderen Seite der Werkstatt sind landwirtschaftliche Maschinen untergebracht. Beide Gebäude wurden von den Flammen beschädigt. Ein weiteres Ausbreiten des Feuers konnten die Einsatzkräfte aber verhindern.

Unweit des Brandorts ist Heu gelagert. Für die Feuerwehr war es entscheidend, die Heuballen vor den Flammen zu schützen. "Wenn wir die nicht halten können, ist der Bauernhof weg", sagt Hauck. Hätten sich die Flammen weiter ausgebreitet, wären hunderte Tiere in Gefahr gewesen. 800 Schweine sind auf dem Hof zu Hause.

Bauern bringen 36.000 Liter Wasser

Dass der Einsatz so glimpflich ausgegangen ist, ist auch den Landwirten aus der Umgebung zu verdanken. Weil die Wasserversorgung vor Ort schlecht ist, haben die Bauern in Güllefässern Wasser herangeschafft. "Ich habe in null Komma nichts 36.000 Liter Wasser da gehabt", sagt Hauck. Diese - vor allem sehr schnelle - Hilfsbereitschaft ist für die Halsbacher Bauern eine Selbstverständlichkeit, erklärt Hauck: "Wenn in Halsbach die Sirene geht, kommen die Landwirte mit den Fässern."

Heizöltanks offenbar vollständig intakt

Die Feuerwehr konnte nicht nur ein Übergreifen auf weitere Gebäude verhindern. Auch der Schaden an der Biogasanlage hält sich offenbar in Grenzen. Der Juniorchef des Hofs rechnet damit, dass durch die Löscharbeiten vielleicht ein Wasserschaden entstanden ist. Außerdem sei eine Stromleitung durchgeschmort. Komplett intakt sind offenbar die Heizöltanks, die sich ebenfalls in dem Gebäude befinden und mit 8000 Litern Heizöl gefüllt sind.

Sobald die Polizei das Gebäude freigegeben hat, will sich die Familie um die Biogasanlage kümmern. Im Ort sind mehrere Häuser an die Anlage angeschlossen. Sie werden aktuell freilich nicht versorgt. Das soll sich so schnell wie möglich ändern. Die Familie will, bis die Anlage wieder in den regulären Betrieb gehen kann, einen Heizcontainer anschließen, um die Leitungen versorgen zu können.

Der Hof am Tag nach dem Feuer:

Der Hof in Kirchberg nach dem Brand

Der Feuerwehreinsatz am Sonntagabend:

Vollbrand am Weiler Kirchberg bei Halsbach

Quelle: innsalzach24.de

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