Zwischenfall in Hirschau

Brandanschlag auf Asylunterkunft: 25-Jähriger vor Gericht

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Ein 25-Jähriger soll eine mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Flasche in ein Asylbewerberheim geworfen haben.

Amberg - Er soll einen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim verübt haben. Nun muss sich der 25-Jährige vor Gericht verantworten.

+++Update+++

Der Angeklagte behauptet vor Gericht, er habe nie vorgehabt einen Brandanschlag zu verüben: „Ich wollte die Flüchtlinge erschrecken und habe auf die Wand gezielt. Das ging dann daneben.“ Die Tat an sich hat der 25-Jährige aber gestanden. 

Nach einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in der Oberpfalz muss sich ein 25-Jähriger von Dienstag (8.30 Uhr) an vor dem Landgericht Amberg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor. Laut Anklage hatte der Mann am 7. Februar eine mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Flasche durch ein Fenster einer Unterkunft in Hirschau (Landkreis Amberg-Sulzbach) geworfen. Bei dem Anschlag wurde niemand der neun Bewohner des Flüchtlingsheimes verletzt, auch weil die selbst gemischte Flüssigkeit nicht in Flammen aufging.

Der Brandsatz wurde durch ein Fenster im ersten Stock geworfen und war auf dem Bett eines schlafenden Flüchtlings gelandet. Auf der weichen Unterlage zersprang der Molotowcocktail zum Glück nicht, daher kam es nicht zu einem Feuer.

Der Beschuldigte ist der Polizei wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten bekannt. Als Motiv hatte der 25-Jährige in den polizeilichen Vernehmungen Verachtung gegenüber den Asylbewerbern angegeben. Der Mann wohnt mit seiner Familie in der Nachbarschaft zu der Unterkunft.

Das Gericht hat insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt. Mehr als 20 Zeugen sollen gehört werden, darunter Anwohner und Bewohner der Unterkunft. Das Urteil wird Mitte November erwartet.

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