Vier Personen ermittelt und identifiziert

Brutales Schlägervideo im Netz: Das sagt die Münchner Polizei

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Ein Screenshot aus dem Video.

München - Seit einigen Tagen kursiert im Netz ein Handyvideo, in dem sich mehrere Menschen in der Münchner U-Bahn prügeln. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen:

Am Montag, 01.02.2016, wurde die Münchner Polizei auf ein im Internet veröffentlichtes Video aufmerksam. Zeitgleich gingen mehrere Hinweise darauf per Facebook und Twitter ein.

Brutales Schlägervideo tausendfach geteilt

In diesem Video ist eine Auseinandersetzung in einem Münchner U-Bahnzug zwischen mehreren Personen zu sehen. Drei arabisch aussehende Personen bedrängen aggressiv mehrere Fahrgäste. Einer der Fahrgäste filmte die Auseinandersetzung mit seiner Handykamera und veröffentlichte die Aufnahme später auf seinem Facebook Account.

Mir reicht es jetzt endgültig mit gewalttätigen Asylanten/Asylbewerbern! Vor meinen Augen wurde zuerst eine junge Frau...

Posted by Tom Roth on Samstag, 30. Januar 2016

In dem dazu von ihm veröffentlichtem Text beschrieb er die Vorkommnisse mit eigenen Worten. Weder meldete er den Vorfall der Polizei, noch erstattete er eine Anzeige.

Da Straftaten, unter anderem Körperverletzungsdelikte, im Raum stehen, hat das Münchner Fachkommissariat 24 (Kommissariat für Gewaltdelikte) die Ermittlungen übernommen. Innerhalb 24 Stunden nach Bekanntwerden bei der Polizei konnten neben dem "Kameramann" (ein 26-jähriger Münchner) drei weitere Personen aus dem Video ermittelt und eindeutig identifiziert werden. Es handelt sich hierbei um 19, 20 und 23-jährige Afghanen.

Polizei lobt gezeigte Zivilcourage

Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Auskunft zum genauen Ablauf der Auseinandersetzung gegeben werden. Der Sachverhalt wird zur Zeit von der Münchner Kriminalpolizei geklärt. Auch wenn in diesem Fall die gezeigte Zivilcourage positiv auffällt, bitten wir euch in solchen Fällen unverzüglich den Polizeinotruf „110“ zu verständigen. Zusätzlich stehen die Sicherheitseinrichtungen der MVG zur Verfügung: Wer in der U-Bahn eine bedrohliche Situation erlebt, sollte den Notrufknopf drücken, der sich in jedem Wagen neben der Tür befindet. In allen U-Bahnhöfen gibt es außerdem Notfallsäulen, um Hilfe zu rufen.

Hinweis an die Münchner Bevölkerung: Ihr habt eine starke Polizei an eurer Seite. Aber in solch einer Situation nicht den Notruf 110 zu wählen, erschwert uns die Arbeit und gefährdet eure Sicherheit.

Unser Partnerportal tz.de recherchiert in diesem Fall weiter und hält Sie auf dem Laufenden.

Pressemitteilung Polizei München via Facebook

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