Mit Bier und Zigaretten gelockt

Lange Haftstrafe für Missbrauch von Buben in Partykeller

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Amberg - 30 Jahre betrieb ein Oberpfälzer in seinem Haus einen inoffiziellen Jugendtreff. Dort gab es Bier und Zigaretten auch für unter 16-Jährige. Das gewonnene Vertrauen nutzte der Mann aus: Er missbrauchte zahlreiche Buben sexuell. Jetzt muss er in Haft.

Jahrelang hat sich ein Mann aus der Oberpfalz an Buben in seinem Partykeller vergangen und die Opfer dabei auch noch gefilmt. Das Landgericht Amberg verurteilte den 56-Jährigen am Mittwoch unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in fünf Fällen und sexuellen Missbrauchs von Kindern in neun Fällen zu siebeneinhalb Jahren Haft. Der Mann hatte in seinem Haus in Pfreimd (Landkreis Schwandorf) 30 Jahre lang eine Art Jugendtreff betrieben. Dort war es dann immer wieder zu sexuellen Übergriffen gekommen. Der 56-Jährige hatte die Taten vor Gericht eingeräumt. Seine Opfer hatte er mit Zigaretten und Geld überredet und so auch ihr Schweigen erkauft.

Die Gesamtzahl der Missbrauchsfälle dürfte allerdings deutlich höher sein. Einige Fälle, die vor dem Jahr 2000 geschehen waren, sind inzwischen jedoch verjährt. In der Wohnung des Mannes hatten die Ermittler zudem tausende kinder- und jugendpornografische Bild- und Videodateien gefunden. Auch dafür verurteilte ihn das Landgericht.

Erst nachdem sich einer der missbrauchten Jungen seinen Eltern anvertraut hatte, waren die Ermittlungen in Gang gekommen. Der jetzt verurteilte Mann hatte sich bereits 1989 als Jugendleiter bei der örtlichen Feuerwehr an drei Jungen vergangen. Damals war er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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