„Thema gestorben"

Bürger stimmen gegen Landesgartenschau in Traunstein

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Die Landesgartenschau in Bayreuth beginnt am 22.4. Traunstein hat sich gegen eine landesgartenschau entschieden.

Traunstein - Die Wähler haben gesprochen: Die für das Jahr 2022 in Traunstein geplante Landesgartenschau wird es nicht geben.

Beim ersten Bürgerentscheid in der 36-jährigen Geschichte der bayerischen Gartenschauen stimmten am Sonntag in der oberbayerischen Stadt deutliche 63,3 Prozent für das von einem Aktionsbündnis initiierte Bürgerbegehren gegen die Blumenschau. Das Ratsbegehren des Traunsteiner Stadtrates zugunsten der Veranstaltung bekam nur 45,7 Prozent Zustimmung.

„Wir werden nun die städtische Gesellschaft für die Landesgartenschau 2022 auflösen und keine Landesgartenschau durchführen“, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) am Sonntagabend. Das werde in den kommenden Wochen passieren.

Die Befürworter um Kegel hatten auf eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität durch neue Grünflächen in der 20.000 Einwohner zählenden Stadt gehofft - vergebens. „Das Thema ist gestorben“, sagte Kegel. Er hatte mit der Blumenschau den Bekanntheitsgrad Traunsteins steigern wollen, was seiner Ansicht nach auch der Wirtschaft, insbesondere dem Tourismus, zugutegekommen wäre.

„Das ist eine riesige Enttäuschung für mich als Oberbürgermeister und für viele Traunsteiner“, kommentierte er nun. Als guter Demokrat habe man das Ergebnis der Abstimmung aber zu akzeptieren.

Jubeln konnten dagegen die Gegner. Ihre Befürchtungen, dass sich die Stadt mit der Finanzierung der auf 25 Millionen Euro geschätzten Veranstaltung übernehmen könnte, treten nun erst einmal nicht ein. Auch die von ihnen kritisierten jahrelangen Bauarbeiten wendeten sie mit dem deutlichen Nein erfolgreich ab.

dpa

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