Peter Klewitz ist verstorben

Burghauser Theaterautor tödlich verunglückt

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Das Bild zeigt Peter Klewitz (links) und  Schauspieler Philipp Sprong während der Dreharbeitern zu "Ekkelins Knecht". Mit dem Mittelalter-Epos gelang Klewitz ein viel beachteter Erfolg.
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Burghausen - Journalist, Autor, Filmemacher, Theaterpädagoge: Der Künstler Peter Klewitz ist vergangene Woche bei einem tragischen Reitunfall ums Leben gekommen.

Der Autor Peter Klewitz ist tot. Der Künstler ist am vergangenen Mittwoch bei einem Reitunfall in der Gemeinde Julbach (Landkreis Rottal-Inn) im Alter von 67 Jahren ums Leben gekommen. Sein Pferd hatte gescheut, woraufhin Klewitz zu Boden fiel und sich so schwere Verletzungen zuzog, dass er noch am Unfallort verstarb.

Durchbruch mit dem "Hussenkrieg"

Klewitz, der zuletzt in Burghausen lebte, wurde 1946 in Letzau (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) geboren. Nach einem Germanistik- und Geschichtsstudium in Regensburg lernte der spätere Autor bei einem Zeitungsvolontariat das Journalistenhandwerk. In den achtziger Jahren gelang Klewitz der Durchbruch als Theaterautor. Sein Erstling war das Volksschauspiel "Vom Hussenkrieg". Es folgten unter anderem ein Theaterstück über den Volksaufstand von 1705 ("Lieber baierisch sterben") und Adaptionen von Klassikern der Theaterbühne, beispielsweise "Hamlet - mia gangst".

Das Multitalent Klewitz war außerdem als Theaterpädagoge und Filmproduzent im Einsatz. 2005 gelang ihm trotz kleinem Budget mit dem Mittelalter-Epos "Ekkelins Knecht" ein viel beachteter Erfolg. "Die Detailgenauigkeit, was Schauplätze, Kostüme und Mundart betrifft, verschlägt einem in Anbetracht eines so günstig, unter semi-professionellen Umständen realisierten Films geradezu den Atem. (...) Insofern ist ein solch eigenwilliges und mutiges Projekt, das hierzulande seinesgleichen sucht, (...) eine Entdeckung wert (...)", lobte beispielsweise Filmkritiker Sascha Keilholz.

"Blicke Leben und Tod ins Auge"

"Cast a cold eye on life, on death, horseman - pass by" ("Blicke beidem kalt ins Auge, Leben und Tod, Reiter - und dann auf und davon"): Diese Inschrift auf dem Grabstein des irischen Dichters und Literaturnobelpreisträgers William Butler Yeats hat sich Klewitz als Lebensmotto erwählt. Auf seiner Internetseite schrieb der Künstler: "Danach zu leben, ist mir nicht immer gelungen. Aber ich arbeite daran: Am kühlen, gleichwohl intensiven Blick, am gelassenen Urteil, am notwendigen täglichen Abschied."

Quelle: innsalzach24.de

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