Neue Marke beim Chiemgauer Tourismustag vorgestellt

"Kirchturmdenken muss ein Ende haben"

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Landrat Siegfried Walch beim 8. Tourismustag des "Chiemgau Tourismus" am Mittwoch im Grassauer Heftersaal.

Grassau - Konflikte um die gescheiterte Fusion der Tourismusverbände um den Chiemsee beherrschten heuer die Schlagzeilen: Im Chiemgau will man nun nach vorne schauen - und präsentiert eine neue Marke.

"Allein unser Landkreis ist schon so heterogen, mit völlig unterschiedlichen Städten, Märkten und Gemeinden. Das dann auch noch landkreisübergreifend unter einen Hut zu kriegen ist noch schwerer", so Landrat Siegfried Walch am Mittwoch beim 8. Tourismustag des "Chiemgau Tourismus" im Grassauer Heftersaal angesichts der Konflikte um die Fusion der Tourismusverbände. Trotzdem: "Die Fusion wäre inhaltlich richtig und im Sinne von Gastgebern und Gästen. Das Kirchturmdenken muss ein Ende haben."

Fotos: 8. Tourismus-Tag des Chiemgau-Tourismus in Grassau

Trotz der negativen Schlagzeilen sei es positiv, nun zwischen Traunstein und Rosenheim zumindest wieder ins Gespräch gekommen zu sein, so Walch. In den vergangenen Wochen gab es wieder erste Annäherungen zwischen Tourismusverbänden und Entscheidungsträgern.

Neuer Slogan und Internetauftritt

Der Chiemgauer Tourismusverband selbst richtet derweil den Blick nach vorne. "Chiemgau - Bayerns Lächeln" war bisher die Marke des Tourismusverbandes. Künftig präsentiert man sich als "Chiemgau - Bayerische Alpen", wie Verbandschef Stephan Semmelmayr verkündete. Zudem will man den Chiemsee verstärkt in den Fokus des Marketings rücken. Ein Beispiel dafür ist der frische Internetauftritt mit der neuen Domain www.chiemsee-chiemgau.info.

Außerdem sprach Georg Hesse vor den rund 300 Touristikern und Kommunalpolitikern im Heftersaal. Er arbeitete bereits für einen Münchner Radiosender, war bei Amazon tätig, inzwischen leitet er das Internetportal "Holiday Check". Neben einer gewissen Portion Eigenwerbung für sein Portal sprach er darüber, wie die Digitalisierung den Tourismus verändern werde und wie die digitale Zukunft aussehen könnte. Von künstlicher Intelligenz, Bots und Spracherkennung war da unter anderem die Rede - Dinge, die zum bisher teils praktizierten Kirchturmdenken dann wirklich nicht passen. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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