Ist die US-Organisation israelfeindlich?

Bayreuth will Preis nicht an Bürgerrechtler von "Code Pink" verleihen

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Mitglieder von "Code Pink" protestieren im März 2015 gegen die Politik Israels gegenüber den Palästinensern.

Bayreuth - Wegen einer angeblich israelfeindlichen Haltung will die Stadt Bayreuth eine Preisverleihung an die US-Bürgerrechtsbewegung „Code Pink“ verhindern.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk Erbe (Bayreuther Gemeinschaft) reagierte damit auf einen Bericht der Zeitung „Jerusalem Post“, wonach „Code Pink“ feindlich gegenüber Israel eingestellt sei und im Iran an einer Konferenz mit Holocaust-Leugnern teilgenommen habe.

Stadtrat will noch einmal diskutieren

Bevor die Preisvergabe endgültig gestoppt wird, soll in der kommenden Woche der Stadtrat über dieses Thema diskutieren. Außerdem habe man „Code Pink“ um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten, sagte ein Sprecher der Kommune am Donnerstag.

Im Sommer hatte die Stadt bekanntgegeben, der vor allem von Frauen getragenen Bewegung aus den USA den „Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis“ für Toleranz und Humanität zuzusprechen. Im Frühjahr 2016 sollte die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung übergeben werden. Merk-Erbe will davon nun Abstand nehmen.

"Begründete Zweifel reichen aus"

Die Stadt sei sich ihrer historischen Verantwortung im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus bewusst. „Bereits begründete Zweifel an der Eignung eines möglichen Preisträgers reichen meiner Meinung nach aus, um den Preis nicht zu verleihen“, sagte sie. Merk-Erbe betonte, die fragliche Konferenz im Iran habe stattgefunden, nachdem sich Bayreuth für den Preisträger entschieden habe.

„Code Pink“ wurde 2002 gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben vor allem dafür ein, Kriege zu beenden und neue militärische Auseinandersetzungen zu verhindern. Frühere Träger des „Wilhelmine-Preises“ sind unter anderem Dirigent Daniel Barenboim, der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer und der Begründer der Leipziger Friedensgebete, Christian Führer.

dpa

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