ARTIKELSERIE: MEINE NEUE HEIMAT - WIE DENKEN ZUGEZOGENE ÜBER BAYERN?

"Sehr negative Erfahrungen habe ich bis heute bei der Jobsuche"

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Der Stadtsaal-Schaugiebel in der Altstadt in Burghausen

Burghausen - Unsere Artikelserie "Bayern, meine neue Heimat - wie denken Zugezogene über Land und Leute", geht in die nächste Runde.

Auf einen Aufruf hin erreichten uns sehr viele Einsendungen von Nichtbayern, die von ihren Erfahrungen mit ihrer neuen Heimat, positive wie negative, berichten.

Die Erfahrungsberichte möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Jeden Sonntag geht ein neuer Erfahrungsbericht online.

Diese Woche: Henry Bruckner aus Oberfranken

Ich bin 1992 von Oberfranken nach Burghausen gezogen. Gut, Oberfranken ist auch Bayern was die Franken aber leugnen :P. 

Meine Erfahrungen sind unterschiedliche, die Leute sind hier freundlicher und offener als in Oberfranken, was mir sogar mein Bruder bestätigt. Ich bin der Liebe wegen hierher gezogen, hatte anfangs wenig Glück und musste lange nach der großen Liebe suchen, die ich dann aber auch gefunden habe. 

Sehr negative Erfahrungen habe ich bis heute bei der Jobsuche, ich habe mich bei Wacker Chemie und Chemiepark Gendorf ca. 400mal (kein Schreibfehler) beworben auf unterschiedliche Stellenangebote, obwohl ich mehrere Ausbildungen habe und äußerst flexibel einsetzbar bin. 

Meine Einschätzung dazu, ohne Vitamin B hat man keine Chance und ich finde es heuchlerisch von den Firmen und der Politik zu sagen "Wir setzen auf die Erfahrung älterer Arbeitnehmer und Rente mit 67"! 

Fazit: Beruflich bin ich auf der Suche und in der Liebe hab ich mein Glück gefunden welches zur Zeit auf die Probe gestellt wird weil ich eben auf Jobsuche bin.

Lesen Sie auch die anderen Beiträge der Serie:

"Da ich ein geselliger Mensch bin, wurde ich herzlich aufgenommen"

- "Als Zugezogene hat man hier keine Chance auf dem Wohnungsmarkt"

"Muss ich die Fremdsprache auch lernen?"

"Hier muss man es sich schon etwas erarbeiten"

- "Woanders is auch scheiße" und "Mia san mia"

- "Der Schlag ins Gesicht des Neuankömmlings saß"

- "Die Einheimischen haben mich nicht verstanden und ich sie nicht"

- "Wenn man genau hinhört, tragen die Bayern ihr Herz auf der Zunge"

- "Lasst den Bayern ein wenig Zeit, Euch kennen zu lernen"

- Rheinländerin: "Ich komme mir vor wie eine Aussätzige"

- "Man muss sich integrieren, für mich gehört das dazu"

- "Irgendwann begreift auch der Letzte: Die Erde ist keine Scheibe"

- "Positiv überrascht hat mich die Willkommenskultur"

- "Das Geld ist willkommen, der Mensch dazu jedoch nicht"

- "Danke Bayern für diesen schönen Ort"

Quelle: innsalzach24.de

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