EHEC: Wie ist die Lage in der Region?

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Landkreis - Die Bayerischen Gesundheitsämter halten eine Welle von Infektionen mit dem EHEC-Bakteriums in Bayern für unwahrscheinlich. Allerdings ist bei einigen Nahrungsmitteln doch Vorsicht geboten.

Eine Verbreitung des im Norden ausgebrochenen EHEC-Erregers im Freistaat Bayern halten die Gesundheitsämter München, Traunstein und Rosenheim für sehr unwahrscheinlich. Bisher sind noch keine Fälle in Bayern bekannt. Auch der Verdachtsfall in Bayreuth ist bislang nicht bestätigt.

Die Stadt München hat monatlich etwa zwei bis drei EHEC-Erkrankungen zu vermelden. Dieses Jahr waren es 25. Auch im Raum Rosenheim und Traunstein infizieren sich jedes Jahr mehrere Personen mit dem Bauchkeim, jedoch nicht mit solch starken Symptomen wie sie momentan im Norden Deutschlands auftreten.

Die Tatsache, dass aktuell eine Vielzahl erwachsener Frauen erkrankt sind, bringt Ärzte und Forscher ins Grübeln. Das EHEC-Bakterium tritt sonst vor allem bei Kindern auf, nicht bei Erwachsenen. Man vermutet, dass die Betroffenen sich bei der Nahrungsaufnahme infiziert haben. Beispielsweise könnte ungewaschenes Gemüse oder rohes Fleisch den Erreger enthalten. Diese Nahrungsmittel stammen aus anderen Regionen und wurden auch dort verzehrt. Daher ist eine Infektionswelle in Bayern eher unwahrscheinlich.

Krankenhäusern und Praxen im Landkreis Rosenheim wurde bisher kein EHEC-Vorfall gemeldet. Spezielle Vorbereitungen im Fall eines Ausbruchs werden nicht getroffen, da hierfür kein Anlass gesehen wird. Ärzte fürchten sich eher vor einer ausbrechenden Massenpanik, als vor dem Erreger.

Ausführliche Informationen über das EHEC-Bakterium finden Sie unter: www.rki.de

Bei Fragen steht Ihnen das Gesundheitsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 / 392-6001 zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © dpa

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