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Erben betrogen: Testamentsvollstrecker vor Gericht

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Schweinfurt - Über zwei Jahre hat er knapp eine halbe Millionen Euro in die eigene Tasche wandern lassen, jetzt muss sich ein 69-Jähriger wegen Untreue vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten.

Laut Gericht wurde er nach dem Tod einer wohlhabenden Frau im Jahr 2012 als deren Testamentsvollstrecker eingesetzt. Als solcher hatte er freien Zugriff auf die Konten der Verstorbenen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren soll er dann scheibchenweise insgesamt 480 000 Euro auf eigene Konten umgebucht oder bar abgehoben haben.

Als Vollstrecker des letzten Willens war der Mann berechtigt, seine eigenen Ausgaben aus dem Nachlass zu decken. Die Rechnungen, die er dafür stellte, waren laut Anklage jedoch überhöht: In einem Fall rechnete er 174 000 Euro ab, wo nur gut 44 000 Euro angemessen gewesen sein sollen. Ein Urteil wird am 7. Juli erwartet.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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