Ein saumäßiger Paddelspaß im Weiher!

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Der Kampf um die Sau beim Sautrogrennen am Erhartinger Weiher

Erharting -  Ein saumäßiger Paddelspaß auf dem Erhartinger Weiher: Das vierte Sautrogrennen war eine riesige Gaudi und für die Gewinner gab es eine echte Sau!

Einen "sau-starken" Auftritt legten 22 Teams beim 4. Sautrogrennen auf dem Erhartinger Weiher hin. Dabei mussten vier Personen paarweise wie bei einem Staffellauf über den Weiher paddeln. Ein Paar hin und das andere zurück. Und das natürlich in einem Sautrog. Eine wacklige und nicht immer ganz einfach Aufgabe, da so ein Trog - ursprünglich für die Sauschlachtung gedacht - mit plattem Boden nicht besonders gut im Wasser liegt, bisweilen schlecht zu steuern ist und die Oberkante je nach Besatzung ziemlich nahe an die Wasseroberfläche reicht. Eine falsche Bewegung und das Team säuft ab. Eines vorweg: Nass sind sie alle geworden.

Mit so vielen Mannschaften hat man gar nicht gerechnet - Rekordbeteiligung! Sie kamen aus Erharting, Töging, Pleiskirchen, Mühldorf, Winhöring und weitgereist aus Marktl. Phantasiereich waren, wie bei so einem Spaßrennen üblich, auch die Namen der Teams: Da gab es beispielsweiße "Die 4 dummen Schweinediebe", "Die Haubentaucher", "Die Unschlagbaren 4", "Mei bin I a Depp", "Pleiskirchner Faggespritzer" oder die "Mehrschweinchen". Bei den Teams "Borat" oder "Mario Cart" sah man schon an der passenden Verkleidung, wie sie zu ihren Namen kamen und die "Saubuam" schmierten sich mit Schlamm aus dem Weiher von oben bis unten ein.

Die Töginger Feuerwehr meldete gleich drei Teams und brachte eine lautstarke Fan-Gemeinde mit. "Saumäßiges" Glück hatten die Veranstalter auch (mal wieder) mit dem Wetter und so zogen im Laufe des Nachmittag geschätzte 1000 Besucher an den Erhartinger Weiher und reihten sich rings herum am Ufer auf.

Nach der Abnahme der Tröge durch den SÜV, dem Sautrog-Überwachungs-Verein, ging's los. Jeweils zwei Teams traten gegeneinander an. Beim Paddeln zeigten sich schließlich die Tücken des Sautroges. Die einen kamen beim Start gut weg, die anderen gingen gleich unter und bei Mannschaftswechsel auf der anderen Weiherseite kam kaum einer trocken aus dem Trog. Hier darf dann auch die neue Mannschaft angeschoben werden, aber das will gelernt sein, die "Mehrschweinchen" bekamen am Heck so ein kräftigen Schubs, dass sie mit dem Bug voran gleich untergingen. "Die Haubentaucher" machten ihren Namen alle Ehre und auch die Töginger Feuerwehr wässerte. Die "Cool Runnings" aus Marktl kenterten auf halben Wege, den Rest legten sie in aller Ruhe schwimmend zurück: Dabei sein ist eben alles.

"Die kürzeste Verbindung ist eine Gerade, ein Dreieck dauert länger" tönte es aus dem Lautsprecher und nach einigen Durchgängen schwammen bereits die ersten Holzteile auf dem Wasser weshalb kein Teammitglied war mehr trocken war. Den Besuchern machte das Spektakel sichtlich Spaß, einige Kindern nutzen die Gelegenheit zum Baden und die Fans machten mit Vuvuzelas, Megaphon, Drucklufthupe und mobilen Sirenen ordentlich Krach.

Nach über zwei Stunden standen schließlich die Sieger fest. Den ersten Platz belegten die "Schwarzwuid Jaga" gefolgt von den "Betze´s Isenbären" und der "Oldtimer Feuerwehr". Letztere und die Teams der Töginger Feuerwehr erhielten dann auch die Sonderpreise für die lautesten Fan-Gemeinden.

Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt und die Veranstalter, die Hüttenfreunde und die Freiwillige Feuerwehr Erharting, waren sichtlich zufrieden mit ihrem Fest. Bevor es dann ab 19 Uhr mit Live-Musik und dem Weiherfest bis in die späten Nachtstunden weitergehen sollte, gab es noch viele Preise, die die Zuschauer im Rahmen einer Tombola gewinnen konnten. Der Hauptpreis war übrigens eine lebende Sau.

reu

Quelle: innsalzach24.de

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