Alle Nachrichten sind weg

Unglaublich! Facebook löscht die Seite von Michi 

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Fridolfing - Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln: Auf Grund seines erfolgreichen Hilferufs nach Pflegekräften, der von Zehntausenden geteilt wurde, wurde Facebook auf die Seite von Michi (11) aufmerksam - und entfernte sie. 

Das Soziale Netzwerk sperrte den Account des Jungen! Die Begründung: Das Mindestalter für ein Facebook-Konto ist 13 Jahre, der Chiemgauer ist aber erst elf Jahre alt! 

Ohne Vorwarnung alle Nachrichten gelöscht

Ohne Vorwarnung wurde der Account kurzerhand gelöscht - und damit auch alle Nachrichten und Angebote, die bisher ankamen. Rund 50 Pflegekräfte hatten sich nämlich über Facebook-Nachrichten bei der Familie gemeldet, berichtet der Bayerische Rundfunk. Sie baten ihre Hilfe bei der ambulanten Rund-um-die-Uhr-Betreuung des querschnittgelähmten Jungen an.  "Jetzt sind alle Daten weg - und das sind sehr viele, die ich noch nicht lesen konnte", schrieb Michi enttäuscht per E-Mail an Facebook. 

Dem BR hat eine Sprecherin von Facebook zugesagt, sich um den Fall zu kümmern. Die Löschung wurde am Donnerstag vorgenommen, bislang (Stand Freitag, 7 Uhr), ist die Seite aber immer noch gesperrt. Unklar ist, ob die Facebook-Nachrichten rekonstruiert werden können. 

E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme

Wer Kontakt aufnehmen möchte zu Michi und seiner Mutter, kann in der Zwischenzeit eine E-Mail an michimax456@gmail.com schreiben. 

Michis Leben hing am seidenen Faden

Bereits gestern berichteten wir über die Hintergründe der schweren Behinderung des Schülers. Nun beschrieb der Bayerische Rundfunk ausführlicher, wie dramatisch der damalige Autounfall war. Michis Leben hing an einem seidenen Faden! 

Infolge des Unfalls wurde das Rückenmark des Dreijährigen durchtrennt. Er wäre innerhalb von wenigen Sekunden erstickt, wäre nicht zufällig ein Notarzt privat im Auto hinter der Familie gefahren. Der Arzt holte Michi aus dem Unfallauto, legte ihn flach auf dem Boden und reanimierte den Jungen, bis der Rettungshubschrauber kam. Seitdem ist er vom Hals abwärts gelähmt und auf ein Beatmungsgerät angewiesen. 

mg

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser