Brand in Vilsbiburg

Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?

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Eine Scheune brannte in Vilsbiburg lichterloh.
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Vilsbiburg - Lichterloh hat am Montagabend eine Scheune gebrannt. Geht im Landkreis Landshut ein Serienbrandstifter um? Hat er am Montag bereits zum sechsten Mal zugeschlagen?

 Update, 14.45 Uhr: Die Pressemeldung der Polizei

Wie bereits schon mehrfach in Presseberichten der Polizeiinspektion (PI) Vilsbiburg berichtet, kam es im Großraum Vilsbiburg seit Anfang Oktober dieses Jahres zu mehreren Bränden. Hierbei legten der oder die bisher unbekannten Täter schwerpunktmäßig Feuer zunächst an Holz- und Wiedablagerungen im offenen Gelände, später dann auch an Strohballen angrenzend an Scheunen und in der vergangenen Nacht an einer landwirtschaftliche Scheune. Staatsanwaltschaft Landshut und Kripo Landshut ermitteln mit Hochdruck an den Fällen und bitten die Bevölkerung um Zeugenhinweise.

Mittlerweile sind es sechs Fälle, die auf das Konto des oder der Brandstifter gehen dürften. In fünf dieser Fälle ist der Sachschaden relativ gering, beläuft sich auf etwa einen niedrigen vierstelligen Eurobereich. Der Brand einer Scheune in der vergangenen Nacht mit einer geschätzten Schadenshöhe von zirka 110.000 Euro hebt diese Summe mittlerweile erheblich. Verletzte Personen gibt es in Zusammenhang mit den Brandfällen bislang nicht.

Fünf Fälle von Oktober bis Anfang Dezember

Kurze Fallauflistung: Am 08.Oktober brannte es gleich zwei Mal, in Bodenkirchen und Johannesbrunn. Ein weiterer Brandfall ereignete sich am Freitag, 31. Oktober im Bereich Gerzen. Fall vier war am Donnerstag, 13. November, gegen 20.30 Uhr zu verzeichnen. Hier brannte im Jesendorfer Wald ein Wiedhaufen in der Größe 5 x 8 Meter. Der Schaden hier im unteren dreistelligen Eurobereich.

Am Donnerstag, 04. Dezember, gegen 21.10 Uhr standen Strohballen an einer abgesetzten Scheune eines landwirtschaftlichen Hofes in Flammen. Das Gebäude selbst wurde nicht beschädigt, jedoch ein in der Nähe befindlicher Traktor leicht. Der Sachschaden hier im fünften Fall ebenfalls im niedrigen dreistelligen Eurobereich.

Nach wie vor laufen die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Landshut und Kripo Landshut auf Hochtouren. Die Brandfahnder des Fachkommissariates arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung der bislang vorliegenden Fälle. Die Auswertung von Spuren, Analyse jedes einzelnen Brandes, Vernehmung von Zeugen, Abarbeiten von Hinweisen aus der Bevölkerung stehen unter anderem auf der Tagesordnung.

Die örtliche Polizei in Vilsbiburg ist entsprechend sensibilisiert und unterstützt mit verschiedensten Maßnahmen die Ermittler der Kripo. Die Kriminalpolizei Landshut selbst hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Kripo bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung

Zur Aufklärung dieser Brandfälle bittet die Kripo Landshut um Mithilfe der Bevölkerung. Wer hat verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die mit den Bränden in Zusammenhang stehen können? Wer kann Hinweise auf den oder die Brandstifter geben?

Hinweise nimmt die Kripo Landshut unter 0871/9252-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Update, 14.10 Uhr: Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?

Wie lokale Medien berichten, könnte ein Feuerteufel im südlichen Landkreis Landshut sein Unwesen treiben. In den letzten Wochen hatte es insgesamt sechsmal gebrannt. Am Donnerstag hatten in einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in der Gemeinde Gerzen mehrere Strohballen in Flammen gestanden, die Feuerwehren hatten das Feuer jedoch schnell unter Kontrolle gebracht. Zur Frage, inwieweit die Feuer der letzten Wochen in Zusammenhang stehen, hat das Polizeipräsidium Niederbayern für Dienstagnachmittag eine Pressemitteilung angekündigt.

Die Scheune, in der am Montagabend ein Feuer ausgebrochen war, ist vollständig abgebrannt. Am Dienstagvormittag loderten dort noch vereinzelt kleinere Feuer.

Der Tag nach dem Scheunenbrand

Die Erstmeldung von Dienstagmorgen:

Bei einem Feuer am Montagabend in einer landwirtschaftlichen Scheune entstand ein sechsstelliger Schaden, verletzt wurde niemand. Gegen 19 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle in Landshut und der Einsatzzentrale der Niederbayerischen Polizei in Straubing durch einen Anrufer mitgeteilt, dass es an der genannten Örtlichkeit brennt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die rundum offene, etwa 20x30 Meter große Scheune bereits lichterloh in Flammen. Da die Scheune nicht mehr zu retten war, wurde ein kontrollierter Abbrand durchgeführt.

In der Scheune befanden sich neben Stroh, Heu und Hackschnitzel auch landwirtschaftliche kleinere Maschinen. Die Scheune wurde durch den Brand zum Totalschaden, der Sachschaden wird derzeit auf ca. 110.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei Landshut hat die Ermittlungen zu dem Fall noch am Abend und vor Ort übernommen.

Scheunenbrand in Vilsbiburg

bla/redis24; Pressemitteilung Polizeipräsidium Niederbayern

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