Südlich des Olympiaparks

Fliegerbombe in München: Bombe ist entschärft

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Polizeiautos und ein Polizist stehen auf einer Straße im Stadtteil Schwabing-West in München, wo am Vortag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden ist.

München - Bauarbeiter haben am Dienstag eine Fliegerbombe in einem Neubaugebiet südlich des Münchner Olympiaparks entdeckt. Der Blindgänger wurde gegen 15 Uhr entschärft. *Neue Bilder*

Update 16.30 Uhr: Bombe entschärft

Bilder von der Entschärfung einer Fliegerbombe in München

Wie die Münchner Polizei auf Twitter mitteilte, ist die Bombe nun entschärft und wird abtransportiert.

Update 15.45 Uhr: Entschärfung beginnt

Soeben teilte die Polizei auf Twitter mit, dass die Entschärfung nun beginnt.

Update 15 Uhr: Evakuierung abgeschlossen

Auf Facebook und Twitter bestätigten Polizei und Feuerwehr, dass die Evakuierung des Sicherheitsbereichs inzwischen abgeschlossen ist.

+++ Update +++ #Fliegerbombe Georg-Birk-StraßeDie Räumung des betroffenen Bereichs wurde soeben abgeschlossen. Derzeit...

Posted by Feuerwehr München on Mittwoch, 23. März 2016

Polizei und Feuerwehr sind optimistisch, dass ab 15 Uhr mit der Entschärfung der Fliegerbombe begonnen werden kann.

Update 12 Uhr: Evakuierung läuft

Die gesamte Aktion dürfte nach Polizeiangaben mehrere Stunden dauern. Das Sperrgebiet rund um den 500-Pfünder hat einen Radius von 500 Metern um den Fundort. Bis 13 Uhr soll die Evakuierung aller Gebäude in dem Wohngebiet abgeschlossen sein. Anwohner können sich an die eigens eingerichtete Betreuungsstelle in der Olympiahalle (Zugang Nord) wenden. Eine Rückkehr in die Wohnungen dürfte voraussichtlich erst in den Abendstunden möglich sein.

Der Beginn der Entschärfung durch den Sprengmeister ist für 15 Uhr angesetzt.

Das Ziel ist, die Bombe zu entschärfen - nicht zu sprengen. "Falls der Sprengmeister bei einer genauen Begutachtung der Fliegerbombe feststellt, dass die Schrauben, mit denen der Zünder befestigt ist, rostig oder stark verschmutzt sind, und sich deshalb nicht einfach lösen lassen, muss man die Bombe sprengen", sagte Wolfgang Behr von der Münchner Polizei laut dem Bayerischen Rundfunk. Das sei aber das absolute "worst case"-Szenario. Größere Schäden wie im Fall der "Schwabinger Bombe" vom August 2012 sind derzeit unwahrscheinlich. Verläuft alles planmäßig, ist die Bombe am Nachmittag nach 15 bis 30 Minuten entschärft.

Hier erhaltet Ihr aktuelle Informationen zur Entschärfung der Fliegerbombe:11:20: FAQs - Hier haben wir die am hä...

Posted by Polizei München on Mittwoch, 23. März 2016

Vorbericht

Am Dienstag gegen 15 Uhr tat sich auf einer Baustelle im Kreuzungsbereich der Georg-Birk-Straße/Petra-Kelly-Straße/Adams-Lehmann-Straße im Erdreich etwas auf, das verdächtig nach einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg aussah. Die Polizei wurde alarmiert, der Verdacht bestätigt und ein Experte hinzugerufen. 

Fliegerbombe bringt 226,8 Kilogramm auf die Waage

Der Sprengmeister hat zunächst die Beschaffenheit der Bombe geprüft, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Er kam nach Informationen der tz zu folgendem Ergebnis: Die Bombe ist ein Blindgänger der Amerikaner aus dem Zweiten Weltkrieg, hat ein Gewicht von 226,8 Kilogramm und soll am Tag darauf, also am Mittwoch, entschärft werden. 

Zur Sicherheit wird das Gebiet rund um den Fundort im Umkreis von 500 Metern evakuiert, bis zu 8.000 Menschen sind laut Polizei betroffen. Ein Pflegeheim der Diakonie mit 240 pflegebedürftigen Menschen wird bereits am Dienstagabend geräumt. Ab 8 Uhr am Mittwoch fahren Sprechwagen die Straßen ab und fordern die Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. Im Laufe des Vormittags soll die Bombe dann entschärft werden.

Diese Münchner Straßen sind wegen der Bombe gesperrt

- Georg-Birk-Straße

- Elisabeth-Kohn-Straße

- Centa-Herker-Bogen

- Agnes- Neuhaus-Straße

- Ackermannstraße

- Lissi-Kaeser-Straße

- Petra-Kelly-Straße

- Adams-Lehmann-Straße

- Schwere-Reiter-Straße

- Elisabethstraße

- Barbarastraße

- Gustav-Landauer-Bogen

- Felix-Fechenbach-Bogen

- Therese- Studer-Straße

- Rosa-Aschenbrenner-Bogen

- Deidesheimer Straße

- Saarstraße

- Hildeboldstraße

- Winzererstraße

- Mitterwieserstraße

- Clemens-, Herzog- und Hohenzollernstraße in Teilbereichen

In München werden immer wieder Fliegerbomben gefunden

Der Fund von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ist in München nicht weiter ungewöhnlich. Absoluter Einzelfall hingegen war die Schwabinger Fliegerbombe, die im August 2012 gefunden worden war und eine weitaus gefährlichere Dimension hatte. Bei der kontrollierten Sprengung mussten damals etwa 2.500 Anwohner ihre Häuser verlassen. Durch die Explosion, die in der ganzen Stadt zu hören war, wurden einige umstehende Häuser beschädigt.

Fliegerbomben auch in Rosenheim und Mühldorf

Am Rosenheimer Bahnhof wurden zwei Bomben gefunden. Mitte Januar 2015 hielt eine 250 Kilo schwere Bombe die Stadt in Atem. Zuvor wurde bereits Mitte Mai 2014 eine 125-Kilo-Bombe gefunden. Damals mussten rund 3.900 Bürger evakuiert werden.

Auch am Mühldorfer Bahnhof wurden schon zwei Fliegerbomben gefunden: Im Mai 2014  mussten 1500 Personen evakuiert werden. Mitte Februar wurde dann erneut eine Bombe bei Bauarbeiten am Mühldorfer Bahnhof entdeckt. Zur Entschärfung mussten rund 1600 evakuiert werden.

mh/Quelle: Polizeipräsidium München/tz.de

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