Rollende Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen

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Die Bergung des Gefahrguts war nur mit Schutzausrüstung möglich.

Föching - Am Mittwochabend ging es für einen Gefahrguttransport nicht mehr weiter - seit Süditalien hatte er ein Leck in den Tanks und fuhr noch bis nach Holzkirchen!

Ein fünfstündiger Einsatz forderte die Feuerwehren Holzkirchen, Föching, Weyarn und Otterfing am Mittwochabend, 3. April. Es galt die teilweise beschädigte Ladung eines Gefahrguttranporters aus Litauen zu bergen. Der Sattelzug war laut örtlichen Infos in einen heftigen Verkehrsunfall in Süditalien verwickelt, bei dem das Heck eingedrückt wurde und Gebinde mit leicht brennbaren Farben/Lacken/Lösungsmitteln leck schlugen. In diesem Zustand - auch die Seite des Sattelzugs war aufgerissen worden - setzte der Fahrer die Reise mit dem 5-Achser über hunderte Kilometer fort, bis er auf der A8 von der Polizei gestoppt und aus dem Verkehr gezogen werden konnte. 

Da die transportierten Stoffe giftige beziehungsweise gesundheitsgefährdende Dämpfe entwickelten, mußten die Bergungsarbeiten mit leichten Chemieschutzanzügen und unter Atemschutz durchgeführt werden. Zusammen mit Luft bestand außerdem die Gefahr eines explosionsfähigen Gemisches, weshalb auch der Brandschutz mit einem Großtanklöschfahrzeug mit integriertem Wasserwerfer sichergestellt werden mußte.

Die beschädigten Gebinde wurden in Containern eines Entsorgungsunternehmens verstaut. Den Rest der Ladung konnte ein Ersatzfahrzeug übernehmen. Insgesamt waren 86 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Sicherheitshalber stand ein Rettungswagen des BRK parat

Gefahrgut wird umgeladen

Th. Gaulke

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