vbw-Untersuchung

Fortschritte bei der Mobilfunkversorgung in der Region

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München - Die vbw-Vereinigung  hat in einer Studie und einer Umfrage untersucht, welche konkreten Anforderungen die Unternehmen im Freistaat an die mobile Netzinfrastruktur haben.

„Der Ausbau der digitalen Infrastruktur kommt in Bayern im bundesweiten Vergleich sehr gut voran. Die bayerischen Aktivitäten sind vorbildlich. International gesehen sind Deutschland und Bayern aber nur Mittelmaß. Wir brauchen noch mehr Tempo beim Ausbau von Funk- und Leitungsnetzen“, sagte Anton Klaus Kathrein, Vorstandsmitglied der vbw und Vorsitzender der Region Südost-Bayern der Verbände der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie bayme vbm. 

Zur Ermittlung des Stands des Breitbandausbaus hat die vbw einen NextGeneration-Access-Index (NGA-Index) vorgestellt. Demnach sind nur noch 129 von rund 500 oberbayerischen Gemeinden unterdurchschnittlich versorgt, was sich in einem NGA-Index von unter 50 von 100 möglichen Punkten widerspiegelt. Bis Ende 2017 wird diese Zahl auf 97 sinken. Auf der anderen Seite werden bis Ende des nächsten Jahres 238 Gemeinden in Oberbayern einen sehr guten Indexwert von mindestens 80 Punkten aufweisen, davon 91 sogar den Maximalwert von 100 Punkten. Bereits heute erreichen beispielsweise Rosenheim, Altötting, Burghausen und Traunstein den Maximalwert von 100 Punkten. Waldkraiburg liegt bei 99,1 Punkten, Mühldorf bei 88,9. 

„Wir fordern, dass bei leitungsgebundenen Netzen bis 2020 flächendeckend Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde oder mehr zur Verfügung stehen – das brauchen unsere Unternehmen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Netzausbaupolitik muss noch mehr auf die Umrüstung hin zum glasfaserbasierten Gigabitnetz ausgerichtet werden“, sagte Kathrein. 

Auch bei der Mobiltelefonie kommt Bayern gut voran. Funklöcher oder zu geringe Übertragungsleistungen bestehen noch in Teilen des Alpenraums und in den Landkreisen an der Ostgrenze zu Österreich. In Südost-Bayern sind auch die Landkreise Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land betroffen. 

Die vbw begrüßt das vorgesehene Sofortprogramm zum Bau neuer oder zur Nachrüstung bestehender Mobilfunkmasten der Staatsminister Ilse Aigner und Markus Söder. „Das ist ein wichtiger erster Schritt. Ergänzend brauchen wir ein Mastenprogramm“, erklärte Kathrein. 

Jens Niessner, Geschäftsführer der Netzsch Pumpen & Systeme GmbH, Waldkraiburg, ergänzte aus Sicht seines Unternehmens: „Unser Unternehmen ist zunehmend darauf angewiesen, große Datenmengen schnell und problemlos senden und empfangen zu können. Ein breitbandiger Internetzugang ist für den Wirtschaftsraum Waldkraiburg ein wichtiger Standortfaktor. Der zunehmende Trend der Digitalisierung in unserem Unternehmen verstärkt die Bedeutung einer leistungsfähigen Breitbandanbindung in den kommenden Jahren. Wir schätzen heute schon die ausgezeichnete Versorgung durch das Glasfasernetz der Waldkraiburger Stadtwerke. Mit dem weiteren Ausbau des Glasfasernetzes zur Anbindung unseres Werks 1 bleibt bisher ein letzter Wunsch unerfüllt.“

Andreas Bublak, Vorstandsmitglied der bayme Region Südost-Bayern und Vorstand der COC AG, Burghausen: „Die digitale Transformation betrifft jeden von uns. Egal ob in der Kommunikation, der Produktion und Logistik, bei der Vermarktung oder beim Wandel zu neuen digitalen Geschäftsmodellen. Ein schnelles, stabiles und zunehmend mobiles Internet ist ein wichtiger Standortfaktor und spielt eine sehr wichtige Rolle für weiteres Wachstum und für die positive Entwicklung unserer Region und unserer Unternehmen. Die ersten Schritte sind zwar getan – aber der Ausbau geht zu langsam voran. Speziell in der Region Mühldorf / Altötting haben wir noch Nachholbedarf.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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