Erfolg bei Razzia in Franken 

Rechtsextremisten-Gruppe war nur regional aktiv

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Bamberg - Die von der Polizei in Franken ausgehobene rechtsextreme Gruppierung hatte nach Auffassung der Ermittler keine intensiven Kontakte zu der Neonazi-Szene in anderen Bundesländern.

„Das ist derzeit nicht bekannt“, sagte ein Sprecher der Bamberger Staatsanwaltschaft am Freitag. Die Beschuldigten seien zwar immer wieder bei Demonstrationen in anderen Ländern dabei gewesen. „Eine größere Vernetzung wurde bislang aber nicht ermittelt.“

Rechtsextremisten-Gruppe hatte Anschläge auf Asylbewerberheime geplant

Nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte die Gruppe Anschläge auf Asylbewerberheime und Angehörige des linken Spektrums geplant. Die Beschuldigten hätten unter anderem Sprengsätze in zwei Bamberger Unterkünfte für Flüchtlinge werfen wollen, um dort Angst und Schrecken zu verbreiten, hatte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager am Donnerstag gesagt.

Unterdessen haben Vertreter des rechtsextremen Spektrums eine für den 31. Oktober geplante Demonstration in Bamberg abgesagt, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte die am Mittwoch zerschlagene Gruppierung möglicherweise auch rund um diesen Aufmarsch Anschläge geplant. Die Demonstration sollte zum Zentrum für Asylbewerber aus Balkanländern führen und sollte sich gegen Flüchtlinge richten. Auch eine Gegenkundgebung war bereits geplant gewesen - unter dem Motto: „Asyl ist Menschenrecht“. Ob diese nun trotzdem stattfinden soll, war zunächst nicht bekannt.

Für die geplanten Taten der rechtsextremen Gruppierung hätten mehrere der 13 Beschuldigten kiloweise pyrotechnisches Material aus Osteuropa bestellt - darunter sogenannte Kugelbomben aus Polen, hatte die Staatsanwaltschaft erläutert. Diese besäßen eine hohe Sprengkraft und seien „höchst gefährliche Explosionsmittel“, die Menschen schwer verletzen oder sogar töten könnten. Beschuldigt sind elf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 21 und 36 Jahren. Am Mittwoch hatte es eine Razzia in Ober- und Mittelfranken gegeben. 

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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