Hubert Aiwanger fordert in Freilassing:

"Merkel muss zugeben, dass es so nicht weitergehen kann"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Landtagsfraktion der Freien Wähler besuchte die Grenzkontrollstelle der Bundespolizei an der A8.

Freilassing/Laufen - Die Freien Wähler beenden heute ihreWinterklausur in Laufen mit der Diskussion "Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern". Gestern machten sich die Abgeordneten vor Ort ein Bild von den Grenzkontrollen und dem Wartebereich für Flüchtlinge in Freilassing.

Die europäische Flüchtlingskrise ist weiterhin ungelöst. Das mussten die Abgeordneten der Freien Wähler Landtagsfraktion am Dienstagnachmittag bei zwei Ortsterminen an der Grenze zum österreichischen Land Salzburg zur Kenntnis nehmen. Fraktionschef Hubert Aiwanger: „Es ist klar, dass die hohen Zuwandererzahlen schnellstens zurückgeführt werden müssen. Ich fordere Bundeskanzlerin Merkel auf, endlich zu bekennen, dass es so nicht weiter geht. Die Regierung aus CDU/CSU und SPD muss wieder zu Recht und Gesetz zurückkehren und darf illegale Einwanderung in großem Stil nicht mehr länger dulden“, so Aiwanger.

Die innenpolitische Fraktionssprecherin Eva Gottstein erkundigte sich an der Kontrollstelle der Autobahn A8 Piding-Ost nach den Arbeitsbedingungen der Bundespolizisten. „In den Medien geht es meist um Belastungen für Flüchtlinge. Kaum jemand denkt auch an die Beamten, die bei jedem Wetter in Zwölf-Stunden-Schichten die Fahrzeuge kontrollieren – und das zu unser aller Wohl“, so Gottstein.

Freie Wähler Landtagsfraktion besichtigt Grenzkontrollen

Bei einer Führung durch den Wartebereich für Flüchtlinge in Freilassing erfuhren die Parlamentarier, dass dort zwischen 400 und 3.600 Menschen ankommen – täglich, selbst jetzt im Winter.

Am Dienstag wurden laut Landratsamt Berchtesgadener Land 400 Migranten mit Bussen vom Gelände der ehemaligen Automeisterei Salzburg zur Notunterkunft in der ehemaligen Möbelhalle in Freilassing gebracht. Am Nachmittag hielten sich demnach 23 Asylbewerber dort auf. Insgesamt wurde mit 300 Migranten gerechnet, von denen bereits 180 Menschen nach Erding weitergeleitet worden seien. Dort werden sie durch die Bundespolizei einer näheren Kontrolle unterzogen. Anschließend werden die Flüchtlinge mit Bussen wieder nach Freilassing zum Bahnhof gefahren, um von dort in eine Erstaufnahmeeinrichtung im Bundesgebiet weitergeleitet zu werden.

Seit 15. September vergangenen Jahres läuft der Flüchtlingsanlaufpunkt auf Hochtouren. Dank des starken Engagements von Landratsamt, Bundespolizei und vieler ehrenamtlicher Helfer klappe die Organisation jedoch gut, so die Behördenvertreter. Ankommende Flüchtlinge könnten zügig erfasst und in Erstaufnahmeeinrichtungen weitergebracht werden. Allerdings fehlten Dolmetscher – vor allem für afrikanische Sprachen, was die Einreisebefragung deutlich erschwere.

Pressemitteilung Freie Wähler Landtagsfraktion/Landratsamt Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser