1000 Flüchtlinge zu Fuß von Salzburg nach Freilassing

Stündlich dürfen 100 Flüchtlinge einreisen

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Salzburg/Freilassing - In Salzburg haben am Samstagvormittag überraschend rund 1.000 Flüchtlinge ihre Unterkunft in der Bahnhofsgarage verlassen und sich auf den Weg Richtung Grenze gemacht.

UPDATE, 15.50 Uhr: Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Der Flüchtlingsstrom der sich seit Tagen auf der Balkanroute Richtung Mitteleuropa bewegt, macht sich mittlerweile nach einer ruhigeren Woche am heutigen Tag durch ein erhöhtes Flüchtlingsaufkommen in Salzburg und Freilassing bemerkbar.

Am frühen Nachmittag setzten sich über 1.000 Menschen vom Salzburger Hauptbahnhof zu Fuß Richtung Grenzübergang an der Saalachbrücke in Bewegung und wurden dort in das von den österreichischen Behörden eingerichtete Camp geleitet. Der Grenzübergang musste deshalb für den grenzüberschreitenden Verkehr kurzzeitig gesperrt werden.

Aufgrund des erhöhten Flüchtlingsaufkommens übernimmt die Bundespolizei statt bisher 40 Flüchtlinge pro Stunde am heutigen Tag in einem geordneten Ablaufverfahren stündlich 100 Personen an der Saalachbrücke und fährt sie nach der polizeilichen Kontrolle mit Bussen zur Notunterbringung in Freilassing.

Der Salzburger Hauptbahnhof war am Nachmittag leer. Aus Wien wurden jedoch von der Salzburger Landespolizeidirektion weitere 1.000 Flüchtlinge erwartet.

Flüchtlingssituation am Samstag in Freilassing

In der Unterkunft in der Sägewerkstraße befanden sich gegen Mittag rund 700 Menschen, die am Nachmittag mit einem Sonderzug in eine Erstaufnahmeeinrichtung im deutschen Bundesgebiet weitergeleitet wurden. Die ehemalige Möbelhalle wird in der Zwischenzeit für die weitere Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet.

Erstmeldung 14.30 Uhr

Eine Gruppe von 50 bis 60 Flüchtlingen äußerte am 24. Oktober am Bahnhofsvorplatz ihren Unmut über die lange Wartezeit für einen Bustransfer Richtung Grenze. Das teilte die Landespolizeidirektion Salzburg am frühen Samstagnachmittag mit. Die meisten der Personen gaben an, dass sie bereits seit vier Tagen in der Tiefgarage untergebracht seien und nun nicht mehr warten wollen. Sie würden sich zu Fuß Richtung Deutschland aufmachen. 

Diese Nachricht, dass sich eine größere Gruppe zu Fuß Richtung Grenze aufmachen würde, verbreitete sich offensichtlich bei den in der Tiefgarage untergebrachten Flüchtlingen. Kurz vor 11 Uhr setzten sich 800 bis 1000 Personen in Bewegung. Um eine Massenpanik und Eskalation der sehr dynamischen Situation zu vermeiden, wurden die Garagentore geöffnet und seitens der Einsatzkräfte der Polizei auch Absperrungen und Barrieren zur Seite geräumt. 

Im Sinne der sicherheitspolizeilichen- und ordnungsdienstlichen Aufgaben der Polizei sicherten die Einsatzkräfte den Fußmarsch der Flüchtlinge in der Ignaz-Harrer Straße über die Münchner Bundesstraße bis zum Zollgebäude Saalachbrücke ab. Die Bewegung verlief ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Vereinzelt ist es zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Die deutschen Behörden wurden informiert. In Abstimmung mit der deutschen Bundespolizei wurde nun vereinbart das 100 Personen pro Stunde geordnet die Grenze nach Deutschland passieren dürfen.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: BGland24.de

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