Am Freilassinger Grenzübergang

Flüchtlinge: Situation spitzt sich wieder zu

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Freilassing - Nach einem ruhigen Wochenende spitzt sich die Situation am Grenzübergang wieder zu: Hunderte Flüchtlinge warten. Nun wurde bereits die vierte Notunterkunft eröffnet. *Fotos folgen*

Bis zum Samstagnachmittag kamen gar keine Flüchtlinge an die Saalachbrücke, auch am Rest des Wochenendes blieb die Lage am Freilassinger Grenzübergang recht ruhig. Der Grund liegt wohl darin, dass viele Flüchtlinge vorübergehend in Kroatien festsaßen - doch im Laufe der letzten drei Tage reisten allein wieder 18.000 Menschen nach Ungarn ein, die nun nach und nach Österreich und die deutsche Grenze erreichen. Im Vergleich zur Spitze vergangene Woche, am Mittwoch kamen 4500 Flüchtlinge in Südbayern über die Grenze, waren es am Sonntag mit 1300 relativ wenige.

Die Flüchtlingssituation im BGL vergangene Woche:

- Montag: Freilassing richtet erstes Notlager ein

- Dienstag: Tausende kommen mit Zügen nach Freilassing

- Mittwoch: Sperrung des Zugverkehrs, Pressekonferenz von Politik und Polizei

- Donnerstag: Ansturm auf Saalachbrücke bleibt

- Freitag: Kapazitäten in Notunterkünften verdoppelt

- Wochenende: Flüchtlingsstrom ebbt ab

Bis zum Montagmittag blieb es dabei, nur rund 70 Menschen warteten auf der Saalachbrücke. Doch allein im Laufe des Nachmittages erreichten 1000 Flüchtlinge in Zügen aus Wien, Villach und Graz den Salzburger Bahnhof. Binnen kurzer Zeit erhöhte sich die Zahl der Einwanderer an der Freilassinger Grenze wieder auf 300. In kleinen Gruppen wurden sie von der Bundespolizei zur Erstregistrierung ins Land gelassen - Frauen und Kinder getrennt von allein reisenden Männern. Österreichische Sonderzüge mit rund 600 Flüchtlingen sollen nach der grenzpolizeilichen Registrierung in Freilassing direkt ins Bundesgebiet weiterfahren.

Vierte Notunterkunft eröffnet

Die inzwischen vierte Notunterkunft in und um Freilassing bietet 350 weiteren Flüchtlingen vorübergehenden Schutz. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

Derweil wurde in Freilassing am Montag eine neue Notunterkunft eröffnet - es ist die vierte in Grenznähe innerhalb einer Woche. In einer alten Industriehalle ist nun Platz für die Erstversorgung von 350 Asylbewerbern. Die Kapazitäten in Freilassing steigen damit auf 3280. Eine Halle in der Sägewerkstraße bietet 1500 Menschen Platz, eine Halle in der Breslauer Straße 1000 und die Surarena in Saaldorf-Surheim 380. In der vergangenen Nacht fanden 510 Flüchtlinge eine vorübergehende Bleibe in der Sägewerkstraße, bis zum Nachmittag stieg die Zahl bereits wieder auf 770.

Für die Verpflegung und medizinische Versorgung sorgen weiterhin Rotes Kreuz, Malteser, THW und Caritas - auf eine "hervorragende Weise", wie das Landratsamt betont. Wer diese Organisationen bei der Abwicklung der Aufgaben unterstützen möchte, kann sich gerne in Freilassing am Infopunkt der Caritas (roter VW-Bus, Tel. 0152/59657894) melden. Insbesondere für die Versorgung der Flüchtlinge in der Industriehalle in Freilassing werden weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht.

Fotos vom Freitagnachmittag

Ankunft der Flüchtlinge in Freilassing

xe

Quelle: BGland24.de

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