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#Ice Rallye 2017: Mit 49PS von Freilassing bis zum Nordkap

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#IceRallye 2017

Freilassing - 22 Tage, 15.000 Kilometer und mindestens ein Dutzend Länder will Stefan Poerschke auf seiner Tour von Freilassing bis zum Nordkap und zurück absolvieren. 

#IceRallye 2017

Eine Fahrt zum Nordkap, davon träumen viele Menschen. Und egal ob mit Auto oder Motorrad, Wohnmobil oder Bulldog, Fahrrad oder zu Fuß, das Wichtigste dabei ist einfach einmal auf dem Nordkap zu stehen. Das Eismeer sehen, fühlen und inmitten einer gigantischen Kulisse den Moment genießen. Den Moment einer atemberaubenden Tour und eines faszinierenden Ortes. 

Ein junger Freilassinger erfüllt sich diesen Traum in weniger als einem halben Jahr. Und zwar mit dem Auto. Der junge Freilassinger hat es sich zum Ziel gesetzt, alleine mit einem Ford Fiesta MK2, Baujahr 1987, unter ganz besonderen Bedingungen das Nordkap zu erreichen.

Interview mit Stefan Poerschke

BGLand24.de hat den Freilassinger Stefan Poerschke zu einem ersten Interview getroffen. Bis zum Tourstart am 1. Januar 2017 und während der Tour zum Nordkap wird BGLand24.de regelmäßig über sein Vorhaben berichten. Wie die Vorbereitung verläuft, was er alles so auf seiner Reise erlebt und vieles mehr.

Stefan, erzähl uns ein wenig über Dich

Ich bin Stefan Poerschke, 27 Jahre alt und komme aus Freilassing. Am 19. Dezember 1988 wurde ich in Bad Reichenhall geboren. Ich arbeite derzeit als Elektriker/ Servicetechniker für Photovoltaik Anlagen und Stromspeichersysteme. Das erleichtert mir auch sehr den Zeitraum den ich für meine Reise geplant habe, da in den Wintermonaten nicht so viel Arbeit ansteht wie in den Sommermonaten. 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, mit Deinem Auto zum Nordkap zu fahren?

Der Plan für die #Ice Rallye 2017 entstand ziemlich spontan. Erst im Juli diesen Jahres war ich mit meinem Fiesta auf einer Mega-Tour quer über die Alpen von Salzburg nach Monaco unterwegs. Auf dieser Reise und auch durch einige Gespräche mit Freunden und Bekannten aus der Vespa Szene die schon größere oder wirklich große Touren mit Vespa oder Auto gemacht hatten, ist bei mir immer mehr die Lust hervorgekommen auch weiter weg zu fahren und einfach aus dem Alltag rauszukommen, um etwas zu erleben. Etwas was nicht jeder macht oder was man im Reisebüro mit genügend Geld buchen kann. Als ich dann beim Spaziergang an einem Plakat vorbei gekommen bin auf dem ein Foto vom Nordkap abgebildet war, habe ich ziemlich schnell beschlossen, dass ich meine Tour genau in diese Richtung starte.

Für wann ist die Reise geplant?

Am 1.1.2017 geht es los in Freilassing. Der Zeitraum für die Tour beträgt 3 Wochen. Die Rückkehr ist geplant für den 22.01.2017.

Warum fährst Du im Winter?

Die Jahreszeit Winter wurde aus 3 Gründen gewählt:

  • Aufgrund der Jahreszeit, denn da kann ich leichter Urlaub bekommen
  • In den Wintermonaten ist die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches größer, die Aurora Borealis (Nordlichter) zu sehen
  • Im Sommer kann jeder so eine Tour machen. Aber bei 40°C bis 50 °C unter dem Nullpunkt macht so etwas nicht jeder und der Plan ist eine riesige Herausforderung für Mensch und Maschine. Genau das reizt mich. 

Fährst Du alleine oder kommt jemand mit?

Die Fahrt werde ich alleine wagen. 

Wie verläuft Deine Route?

Die Tour startet in Freilassing. Dann geht es quer durch Deutschland bis nach Hamburg. Von dort weiter nach Dänemark und über die wunderschönen Brücken nach Schweden. Weiter quer durch Schweden nach Norwegen und anschließend ans Nordkap, wo eine Nacht im Zelt geschlafen wird und auch ein lustiges ,,Arrived Pic" entstehen soll. Und weil ich dann sicher noch nicht genug haben werde, geht die Tour über Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien weiter und über Österreich wieder zurück ins wunderschöne Berchtesgadener Land. Angeschaut wird soviel wie möglich. Alles nach Lust und Laune!

Auf was freust Du Dich am meisten?

Ich freue mich auf tolle Städte, fast unberührte Landschaften, Seengebiete im Winter und viele neue Bekanntschaften, die bei einer solchen Reise definitiv nicht ausbleiben! 

Wie bereitest Du Dein Auto auf diese Reise vor?

Das Auto wird für diesen Trip komplett überarbeitet und Verschleißteile erneuert. Aber Pannen gehören zum Leben dazu. Bei manchen Mängeln die entstehen könnten kann ich mir selbst helfen und auch gewisse Teile tauschen. Aber im Notfall bin ich seit Jahren glücklicher ADAC Plus Fahrer und werde auch nicht zögern, diesen um Hilfe oder Rat zu bitten! Mit Händen, Füßen, Bitte, Danke und einem netten Lächeln kommt man sehr sehr weit auf dieser Welt! Da mach ich mir keine Sorgen um Leib und Leben.

Bereitest Du Dich auch persönlich auf diese Tour vor?

Gesundheitstechnisch muss auch ich mich natürlich ein wenig auf diese Tour vorbereiten, da diese extremen Minusgrade bei unseren milden Wintern nicht wirklich auftreten und deshalb ziemlich heftig am Körper zerren werden. Im Notfall ist das ärztliche System in meinen Reiseländern sehr gut ausgebaut und somit hab ich keine Angst vor Krankheit oder dergleichen. Ein Schnupfen wird aber sicher nicht ausbleiben. 

Wieso ist die Wahl auf den Ford gefallen?

Die Wahl des Autos hat ein paar Tage in Anspruch genommen, da ich auch sehr gerne mit einem Fiat Panda 4x4, dem eckigen Modell gefahren wäre. Aber den hätte ich erst noch kaufen müssen. Der Ford Fiesta MK2 ist seit circa 5 Jahren in meinem Besitz und mein absolutes Schmuckstück! Bisher nur im Sommer gefahren und nahezu rostfrei! Zu diesem Auto habe ich ein besonderes Verhältnis da es genau dieselbe Baureihe wie mein allererstes Auto ist. Ford Fiesta MK2 Baujahr 1987 1,1 Liter Benzin Motor mit sage und schreibe 49 Pferdchen unter der Haube. Ich habe die alte Technik gewählt, da man bei diesen Fahrzeugen noch ohne Computer oder Auslesegerät feststellen kann, dass man einen Platten hat, eine Glühlampe ausgebrannt oder der Tank leer ist und man selbst auch einiges reparieren kann. Das einzige Manko ist die Belieferung mit Ersatzteilen, die sich im Ausland noch schwieriger gestalten könnte. 

Du versuchst Dein Vorhaben über Sponsoring zu finanzieren. Wie ist diese Idee entstanden?

Der Plan Sponsoren mit einzubeziehen kam mir spontan bei einem Video auf Youtube. Ich habe mir einfach gedacht, dass es sich doch perfekt ergeben würde, mein Auto als Werbeträger zur Verfügung zu stellen, da ich ja doch eine große Tour durch Nordeuropa mache und ,,Wahnsinn" nun mal die beste Werbung ist.

Was bietest Du Deinen Sponsoren als Gegenleistung?

Für meine finanziellen und materiellen Unterstützer habe ich mir auch etwas einfallen lassen. Ich wollte niemanden über den Tisch ziehen bzw. einfach nur Geld für drei Wochen Werbung erhalten. Somit habe ich mir kurzerhand einen Werbevertrag gefertigt. Dieser beinhaltet 1 Jahr Werbung auf dem Fahrzeug bei einer jährlichen Laufleistung von 15000 km europaweit. Warenwert zwischen 300 Euro und 900 Euro im Jahr, je nach Größe und Arte der Werbung. Die Fotos vom Fahrzeug dürfen jederzeit für firmeneigene Werbezwecke verwendet werden. Die Werbung auf dem Fahrzeug kann jederzeit aktualisiert werden und das Auto, sofern verfügbar, bei Roadshows oder Oldtimer-Treffen ausgestellt werden. Mein Motto: Man kann über alles Reden und Verhandeln. 

Bist Du privat oder beruflich bereits mit in Frage kommenden Firmen in Kontakt, was Dir das Sponsoring erleichtern könnten?

Zu Sponsoren an sich, habe ich keinerlei Verbindungen. Aber über Social-Media und dergleichen kommt man schon einen großen Schritt weiter. Ich bevorzuge allerdings das persönliche Gespräch mit meinen Gönnern und Interessenten. Und fragen kostet nichts! Ich denke, ich habe mir trotz der relativ kurzen Zeit seit Entstehung der Idee und der  Entscheidung diese Tour zu unternehmen, sehr viele Gedanken gemacht. Ich bin mir sicher, dass mein kleiner roter Flitzer und ich diese Tour begeistert meistern werden! Ich freue mich riesig über jegliche Unterstützung! Sei es ein Like auf Facebook, Twitter, Instagram, eine nette Nachricht mit Zuspruch zu meinem Vorhaben oder auch eine weitere Unterstützung in den Medien. Und natürlich auch finanzieller oder materieller Art!

Erste Bilder - #Ice Rallye 2017: Mit 49PS von Freilassing bis zum Nordkap

Weitere Informationen über Stefan und seine Tour findet Ihr auf seiner Facebookseite und unter dem Hashtag #IceRallye2017

Quelle: BGland24.de

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