Flüchtlingssituation in Freilassing

Abfahrt! Ein Flüchtlingszug nach dem anderen

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Die Situation an der Saalachbrücke am späten Montagnachmittag.

Freilassing - Es ist ein Kommen und Gehen Tausender: Noch heute werden vier Sonderzüge voll mit Flüchtlingen die Grenzstadt verlassen - doch der normale Zugverkehr ist bis Oktober dicht. *UPDATE*

UPDATE 15.45 Uhr

So schnell, wie die meisten kommen, gehen sie auch wieder: Allein noch am Dienstag werden aus Freilassing vier Sonderzüge ins Bundesgebiet starten und Flüchtlinge ihrer möglichen neuen Heimat näher bringen.

Um 16 Uhr fährt der erste Sonderzug mit Ziel Düsseldorf, um 20 Uhr fährt ein Zug ab nach Uelzen in Niedersachsen. Auch in der Nacht geht es weiter: Zwei Sonderzüge bringen Asylbewerber von Salzburg über Freilassing nach Mannheim. Fassungsvermögen: jeweils etwa 450 Personen.

UPDATE 12.10 Uhr

Seit vergangener Woche ist der Schienenverkehr zwischen Salzburg und Freilassing komplett lahmgelegt. Außer einigen Sonderzügen, die Flüchtlinge über die Grenze bringen, und österreichischen Direktverbindungen zwischen Salzburg und Kufstein, die nicht in Deutschland halten, geht nichts mehr.

Die ÖBB teilt nun mit, dass es bis zum Sonntag, den 4. Oktober dabei bleiben wird. Geht es nach den deutschen Behörden sollten dann ab 5. Oktober die Verbindungen zwischen Salzburg und Freilassing wieder aufgenommen werden können.

Unser Artikel von 10.30 Uhr

Der Druck auf die Grenze bei Freilassing wird wieder größer: Bis zum Montagmittag blieb es eher ruhig, seitdem wird es wieder eng auf der Saalachbrücke. Im Laufe des Montagnachmittag erreichten 1000 Flüchtlinge in Zügen aus Wien, Villach und Graz den Salzburger Bahnhof - da der überwiegende Teil nach Deutschland will, dauerte es nicht lange, bis der Andrang an der Freilassinger Grenze wieder stieg. 300 warteten am Nachmittag, bis zum Abend erhöhte sich die Zahl auf bis zu 1200.

Die Situation am späten Montagnachmittag

Fotos: Flüchtlingsandrang in Freilassing am Montag

Die Flüchtlingssituation im BGL:

- Montag: Freilassing richtet erstes Notlager ein

- Dienstag: Tausende kommen mit Zügen nach Freilassing

- Mittwoch: Sperrung des Zugverkehrs, Pressekonferenz von Politik und Polizei

- Donnerstag: Ansturm auf Saalachbrücke bleibt

- Freitag: Kapazitäten in Notunterkünften verdoppelt

- Wochenende: Flüchtlingsstrom ebbt ab

- Montag: Situation spitzt sich wieder zu

Auch wenn nur rund zwei Kilometer von der Grenze entfernt auf österreichischer Seite, in der ehemaligen Autobahnmeisterei Liefering, eine Notunterkunft eröffnet wurde, harrten viele Flüchtlinge am Grenzübergang aus. So kurz vor ihrem Ziel wollten sich viele nicht mehr abbringen lassen und verzichteten auf Mahlzeit und Bett in Liefering. Die Bundespolizei bringt in Kleingruppen nach wie vor kontrolliert die Asylbewerber ins Land und nimmt eine Erstregistrierung vor. Gegen 20.45 Uhr kamen außerdem 450 Flüchtlinge in einem Sonderzug nach Freilassing. In den Notunterkünften kamen sie unter.

Insgesamt vier solcher Notunterkünfte stehen den Flüchtlingen inzwischen in und um Freilassing bereit, um die Zeit zu überbrücken, bis es weiter ins Bundesgebiet geht: Zwei alte Industriehallen, eine Halle in der Breslauer Straße und die Surarena in Saaldorf-Surheim - Platz für insgesamt 3280 Menschen. Da am Montagabend nicht nur das Gedränge an der Saalachbrücke groß war, sondern auch das Notquartier am Salzburger Bahnhof voll belegt war, wird auch am heutigen Dienstag der Druck auf die Grenze groß bleiben.

xe

Quelle: BGland24.de

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