Freunde weinen um Unfallopfer Mathias

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Ein letzter Gruß an Matthias aus Töging

Töging - Sonntagfrüh wurde Mathias aus Töging bei einem Autounfall jäh aus dem Leben gerissen. Für seine Familie und Freunde unfassbar.

Abschiedsgruß an Unfallopfer Matthias

In der Nacht sind die vielen Kerzerl an der Unfallstelle schon von Weitem zu sehen. Es ist der letzte Abschiedgruß seiner Freunde an Mathias. Der 27-jährige aus Töging ist hier an der alten B12 im Bereich Altmühldorf von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Mathias war als Fußgänger unterwegs.

Der Unfallort am Ecksberg 

Pkw prallt gegen Fußgänger

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei marschierte er mittig auf der am Ecksberger Berg abwärts führenden Fahrbahn. Dort erfasste ihn um 2.15 Uhr der Wagen einer 54-Jährigen aus Heldenstein. Der Opel der Frau rammte Mathias frontal, schleuderte seinen Körper über das Auto auf die Straße. Dort blieb der 27-Jährige schwerst verletzt liegen. Er starb wenig später im Krankenhaus. Die Opelfahrerin erlitt einen schweren Schock, blieb nach bisherigen Erkenntnissen aber körperlich unverletzt.  

Woher der junge Mann um dieses Zeit gekommen ist, ist unbekannt. Möglicherweise war er auf dem Volksfest in Mühldorf gewesen. Wohin er so allein zu Fuß wollte, bleibt ebenfalls Spekulation. Da sich in Laufweite zur Unfallstelle aber eine Disco befindet, nimmt die Polizei an, dass Mathias vielleicht dorthin unterwegs war.

Die Aufgabe der Beamten ist es jetzt, den Unfallhergang genau zu rekonstruieren. Die Autofahrerin muss sich möglicherweise einer Verhandlung stellen, in der ihre Mitschuld an der Tragödie geklärt werden wird. Ein Sprecher der Polizei: "Grundsätzlich muss jeder Verkehrsteilnehmer so fahren, dass er jederzeit sicher halten kann." An der Stelle, an der sich der Unfall ereignet hat, ist Tempo 100 erlaubt.

Möglicherweise hatte die Frau aber auch keine Chance, den Zusammenstoß mit Mathias zu vermeiden. Der 27-Jährige soll nicht nur mitten auf der Fahrbahn gegangen sein, sondern dürfte mit seiner Kleidung - Jeans und dunkler Jacke - in der Nacht wohl auch schlecht zu sehen gewesen sein. Ein unfallanalytisches Gutachten muss diese Fragen nun klären. Dann wird entschieden, ob es zu einer Anklage gegen die Autofahrerin kommt oder nicht. 

Möglicherweise helfen die Erkenntnisse des Gutachtens und des noch ausstehenden Obduktionsergebnisses Mathias' Freunden und Familie und auch der Unfallfahrerin, die Tragödie zu verstehen. Den Schmerz über den jähen, grausamen Verlust kann dies jedoch nicht lindern.

ck/is24

Quelle: innsalzach24.de

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