Aktion zur Masern-Impfung in den bayerischen Kinos

Kleiner Piekser mit großer Wirkung im Kino

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Rosenheim - Das Gesundheitsministerium auf der großen Leinwand: Mit einem Spot in Mikes Kino in Prien und im Citydome Rosenheim sollen ab sofort die Impflücken im Landkreis geschlossen werden: 

Nicht erst seit dem großen Ausbruch der Infektionskrankheit in Deutschlands Hauptstadt Berlin ruft das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege dazu auf, sich gegen Masern impfen zu lassen. Mit einer neuen Kampagne in den bayerischen Kinosälen sollen in erster Linie dieErwachsenen angesprochen werden, diejenigen die nach 1970 geboren wurden.

Impflücken in den südlichen Landkreisen

Neben den Kinos in Rosenheim wird der Spot auch in Landsberg am Lech, Bad Tölz- Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen zu sehen sein; die Landkreise, die in Bayern die größten Lücken im Bereich der Impfungen aufweisen. Hier seien in der jüngsten Vergangenheit bereits wieder zahlreiche Erkranken zu beobachten gewesen, so das Gesundheitsministerium. Mit der Kampagne richtet sich das Ministerium dabei gezielt an die Erwachsene, für die eine Masernerkrankung teilweise drastische Folgen haben kann.

Wer nicht ausreichend geimpft ist, riskiert dabei nicht nur Schäden für die eigenen Gesundheit. Fast die Hälfte der Erkrankungen bei Erwachsenen machen eine Behandlung im Krankenhaus nötig. Bei schweren Verläufen der Krankheit drohen Komplikationen wie Lungenentzündung oder manchmal sogar eine Hirnhautentzündung. Darüber hinaus kann eine Ansteckung für andere Personengruppen sogar lebensgefährliche Folgen haben, besonders für Neugeborene und Säuglinge aber auch Menschen mit Immundefekten und Schwangere.

Bereits ab dem zwölften Lebensmonat kann einer Erkrankung durch Impfung vorgebeugt werden. In der Regel wird die erste Spritze Kleinkindern zwischen dem 11. und dem 14. Monat, und die zweite dann zwischen dem 15. und dem 23. Monat verabreicht.

Masern, Mumps und Röteln in einer Spritze

Wer sich nicht sicher ist, ob er oder sie bereits gegen die Virusinfektion geimpft ist, kann sich ohne Bedenken jederzeit an den Hausarzt wenden. Zu einer sogenannten "Überimpfung" kann es dabei nicht kommen, eine zusätzliche Impfung schadet nicht, so das Gesundheitsministerium. Bei der Impfung selbst wird der Empfänger dann neben den Masern auch noch gegen Mumps und Röteln, manchmal sogar gegen Windpocken, immunisiert. In 99% der Fälle entwickelt der Körper dann einen lebenslangen Schutz gegen die genannten Viren.

Auf den Seiten des Gesundheitsministeriums www.schutz-impfung-jetzt.de oder auf www.impfen-info.de finden Sie weitere Informationen rund um die Masern-Impfung. Alleine in Berlin kam es Anfang 2015 zu rund 400 Erkrankungen. In ganz Deutschland waren es 2014 lediglich 443 gemeldete Fälle.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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