Nach sieben Stunden Schwerstarbeit

Donaufähre ist geborgen - jetzt wird gegen Fährmann (28) ermittelt

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Teile einer gesunken Fähre ragen am Donnerstag aus dem Wasser.

Mariaposching - Die gesunkene Fähre auf der Donau wurde am Donnerstag nach sieben Stunden Schwerstarbeit geborgen. Jetzt wird gegen den Fährmann (28) ermittelt.

Zwei 100 Meter lange Bergungsschiffe waren notwendig, um die Fähre, die am Dienstag mitten auf der Donau untergegangen war, aus dem Wasser zu manövrieren. Mit deren Hilfe konnte das 18 Meter lange historische Schiff nach etwa sieben Stunden an die Oberfläche gezogen werden.

Gesunkene Donaufähre: So spektakulär war die Bergung

Gesunkene Donaufähre: So spektakulär war die Bergung

Die 89 Jahre alte und 19 Tonnen schwere Seilfähre war am Dienstag in Mariaposching (Landkreis Straubing-Bogen) mitsamt einem Traktor und einem Transporter gesunken. Die beiden einzigen Fahrgäste und der Fährmann hatten sich schwimmend ans Ufer retten können.

„Zuerst wurden der Traktor und der Anhänger auf das Bergeschiff gezogen. Anschließend zog der riesige Kran die Fähre aus dem Wasser“, erläuterte Paul Marcus Schäfer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg. Der Transporter war bereits am Mittwoch aus der Donau gezogen worden. Die Strömung hatte ihn etwa 200 Meter von der Unglücksstelle fortgetrieben.

Alle Fahrzeuge sind von der Staatsanwaltschaft sichergestellt worden und sollen nun untersucht werden. Gegen den 28 Jahre alten Fährmann werde wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Bis die Unglücksursache geklärt ist, könnten noch Wochen vergehen. Die Donau bleibt zwischen Straubing und Deggendorf auch nach der Bergung noch gesperrt. Zunächst muss die Fahrrinne überprüft werden.

Gesunkene Donaufähre: Erster Bergungsversuch wurde abgebrochen

Ein erster Bergungsversuch war am Dienstag abgebrochen worden, weil die starke Strömung die Sicherheit der Taucher gefährdet hatte. Für Donnerstag wird ein geringerer Wasserstand der Donau und damit auch eine schwächere Strömung erwartet. Bis zum Ende der Aktion bleibt die Schifffahrt zwischen Straubing und Deggendorf gesperrt. Nach Angaben des WSA ist derzeit aufgrund von Schleusenrevisionen der Betrieb auf der Donau gering. Daher halten sich die Behinderungen auf der Wasserstraße in Grenzen.

dpa

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