Schwere Unfälle

Glatteis in Bayern: Drei Tote und viele Verletzte

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München - Vor allem Glatteis und überfrierende Nässe haben am Wochenende auf Bayerns Straßen zu Unfällen geführt. In München starb ein Rentner bei einem Bahnunfall.

Auf Bayerns Straßen sind am Wochenende mindestens drei Menschen umgekommen. Auf der Autobahn 93 bei Schwandorf starb eine Autofahrerin in der Nacht zum Sonntag. Die 30-Jährige hatte die Kontrolle über ihren Wagen verloren, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Das Fahrzeug krachte in die Leitplanke und überschlug sich mehrfach. Die Fahrerin wurde eingeklemmt und starb in den Trümmern.

Ein Mann verbrannte am Samstagabend am Autobahndreieck Neu-Ulm in seinem Wagen. Er hatte zuvor in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, wie die Polizei in Kempten am Sonntag mitteilte. Das Auto schleuderte daraufhin gegen ein Verkehrszeichen, stürzte eine Böschung hinab, überschlug sich mehrfach und ging danach in Flammen auf. Auf der Bundesstraße 14 bei Schnaittenbach in der Oberpfalz verunglückte am Samstag ein 79 Jahre alter Mann tödlich. Er kam aus bislang unbekannter Ursache mit seinem Auto nach links von der Fahrbahn ab. Sein Wagen überschlug sich mehrfach und blieb dann im angrenzenden Wald liegen.

Am Samstag wurden bei einem Unfall auf der Autobahn 3 am Autobahnkreuz Biebelried bei Würzburg 19 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Ein Sattelzug war in ein Stauende gefahren und hatte sieben Autos ineinandergeschoben.

In Niederbayern hat eine 75 Jahre alte Frau die Polizei in Erstaunen versetzt - die Fußgängerin war kurz hintereinander von zwei Autos angefahren und verletzt worden, setzte ihren Weg aber unbeirrt fort - ohne auf Polizei oder Krankenwagen zu warten.

Wie die Polizei mitteilte, ging die Frau am Samstagabend in der Dunkelheit am rechten Fahrbahnrand der Bundesstraße 85 bei Viechtach (Landkreis Regen) in Richtung Regen. Zunächst erfasste ein junger Mann im Vorbeifahren die dunkel gekleidete Frau mit dem Außenspiegel seines Autos. Die 75-Jährige ließ sich durch den Aufprall nicht beirren und ging auf der anderen Straßenseite weiter. Dort wurde sie kurz darauf erneut von einem entgegenkommenden Auto gestreift. Schließlich fand die Polizei die Frau: Mit einem gebrochenen Arm wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Wie sich später herausstellte, leidet die Frau an Demenz und war aus einem Pflegeheim weggelaufen.

Glatteis machte den Menschen auf den Straßen vor allem am Samstag zu schaffen. Allein in der Oberpfalz zählte die Polizei in der Nacht auf Samstag gut 30 Unfälle mit mindestens sechs Verletzten. In Niederbayern wurden mindestens fünf Menschen bei witterungsbedingten Unfällen verletzt. Auch in Schwaben war es glatt: Dort stürzten zwei Radfahrer und verletzten sich schwer.

In München kam es zu einem Unfall an einer Bahnhaltestelle: Ein 79 Jahre alter Mann geriet zwischen die Waggons eines fahrenden Zuges und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, stand der Mann am Samstag am Bahnsteig der Haltestelle Donnersbergerbrücke. Ein Zug setzte sich gerade in Bewegung, als der Rentner aus bislang unbekannten Gründen zwischen zwei Waggons auf die Gleise stürzte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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