Bluttat von Grafing 

Polizei durchsucht Wohnung des mutmaßlichen Täters

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Bestürzung in Grafing: Die Erste Bürgermeisterin, Angelika Obermayr, reagierte geschockt auf die Messerattacke am Bahnhof:   "Wir sind ein absolut friedliche s oberbayerisches Kleinstädtchen im Münchner Umfeld", sagte sie dem TV-Sender n-tv. "So was ist absolut neu und erschüttert hier die Menschen wirklich zutiefst, die so was halt nur aus dem Fernsehen kennen. Aber dass das hier vor Ort passiert, das ist absolut unfassbar."

Grafing - Bei einem Messer-Angriff am S-Bahnhof Grafing ist am Dienstagmorgen ein Mann tödlich verletzt worden. Das Opfer kommt aus Wasserburg. Joachim Herrmann spricht von psychischen Problemen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Messer-Attacke am Dienstagmorgen am S-Bahnhof Grafing
  • Der mutmaßliche Täter Paul H. (27) aus Hessen hat psychologische Probleme
  • Der arbeitslose Schreiner macht gegenüber der Polizei einen verwirrten Eindruck
  • Das Todesopfer aus Wasserburg war 56 Jahre alt
  • Alle drei Verletzte haben schwerwiegende Stichverletzungen
  • Islamistischer Hintergrund unwahrscheinlich
  • Bürgermeisterin von Grafing bestürzt, Wasserburgs Bürgermeister Kölbl nimmt an Gedenkgottesdienst teil
  • Ein S-Bahn-Fahrer und ein Sicherheitsmann sollen den Täter vertrieben haben

UPDATE 20:05 Uhr: Polizei durchsucht Wohnung

Die Polizei hat nach der Messerattacke in Grafing die Wohnung des mutmaßlichen Täters im hessischen Grünberg durchsucht. Wie die tz berichtet, bestätigte dies ein Polizeisprecher am Dienstagabend.

Eine Angabe zu Berichten, wonach sich der 27-Jährige bereits am Sonntag merkwürdig verhalten haben und es daraufhin zu einem Polizeieinsatz gekommen sein soll, machte der Polizeisprecher allerdings nicht.

UPDATE 18.10 Uhr: Islamismus nur als Deckmantel?

Gegenüber der tz sprach ein Ermittler hinter vorgehaltener Hand davon, dass der 27-jährige Täter ein "durchgeknallter Psychopath" sei

Weiter sagte der Ermittler, dass die islamistischen ("Allahu Akbar", "Ihr Ungläubigen müsst sterben") Rufe nur als Deckmantel für die Tat, nicht aber als tatsächlicher ideologischer Hintergrund dienten. 

UPDATE 15.40 Uhr: Die wichtigsten Erkenntnisse der Pressekonferenz 

Pressekonferenz nach Messerattacke in Grafing

Der mutmaßliche Täter, ein arbeitsloser Schreiner, ist am Montagvormittag aus dem Raum Gießen mit dem Zug nach München gefahren. Zuvor war er in der Nacht auf Montag - möglicherweise nach einem Drogenkonsum - in psychiatrischer Behandlung. Er wurde von der Polizei in Hessen in einem seelischen Ausnahmezustand aufgriffen. 

Die polizeilichen Ermittlungen nach der Bluttat konnten keinen direkten Bezug zu Grafing oder zu den Opfern der Messerattacke herstellen. Es war ein offenbar zufällig gewählter Tatort. In der Nacht auf Dienstag fuhr der 27-Jährige vom Münchner Hauptbahnhof zum Grafinger Bahnhof und übernachtete dort. Er hatte nicht ausreichend Geld für ein Hotel. 

Die ersten Pendler am Dienstagvormittag wurden dann zu seinen willkürlichen Opfern. 

Gegenüber der Polizei macht der Mann derzeit einen verwirrten Eindruck, so dass auch seine Schuldfähigkeit in Frage steht. 

Bestätigt wurde durch einen Zeugen, dass er "Allahu Akbar" und "Ihr Ungläubigen müsst sterben" gerufen hat. Jedoch konnte keine Verbindung des Täters zu einem islamistischen Netzwerk nachgewiesen werden. Auch scheint es nicht so, dass er vorher islamistisches Propagandamaterial im Netz angeschaut habe. Die Motivlage und die Hintergründe der Tat sind derzeit unklar. 

Spurensicherung nach tödlicher Messer-Attacke in Grafing

UPDATE 15 Uhr: Pressekonferenz beim Landeskriminalamt 

  • Polizeivizepräsident Gietl: "Gegen 4.45 Uhr hörte eine Frau Schreie und lief zum Lokführer." 
  • Gietl: "Alle Verletzten haben schwerwiegende Stichverletzungen." 
  • Gietl: "Die erste Streife traf um 5.04 Uhr am Tatort ein. Die Festnahme erfolgte um 5.07 Uhr widerstandslos."
  • Gietl: "Bislang kein regionaler Bezug zu Bayern und der Region Grafing feststellbar." 
  • Vizepräsidentin des BLKA, Petra Sandles: "Sonderkommission mit etwa 80 Beamten eingerichtet."
  • Sandles: "Nach bisherigen Ermittlungen ein Einzeltäter."
  • Sandles: "Er stammt aus dem Raum Gießen und bezieht seit zwei Jahren Sozialhilfe."
  • Sandles: "Keine Erkenntnisse, dass er Teil eines islamistischen Netzwerks wäre."
  • Sandles: "Offenbar ein zufällig gewählter Tatort."
  • Kriminaldirektor Lothar Köhler: "Täter kam am Montagabend von Gießen nach München. Er hatte nicht genug Bargeld für ein Hotel dabei. Er hielt sich in der Nacht im Bereich des Hauptbahnhofs München auf."
  • Köhler: "Einen besonderen Grund, warum er nach Grafing gefahren ist, gibt es nicht. Es war wohl der Weg raus aus München, raus aus der Großstadt."
  • Köhler: "Überwachungskameras zeigen: Er war ab 1.38 Uhr schon in Grafing anwesend und hat sich den Rest der Nacht im Bereich des Grafinger Bahnhofs aufgehalten."
  • Köhler: "Ein weiteres Opfer ist sehr schwer verletzt." 
  • Köhler: "Die Person war uns in Bayern bislang gänzlich unbekannt. Auch aus dem Bereich der Nachrichtendienste gibt es keine Erkenntnisse, dass die Person einen Bezug zur islamistischen Szene hat." 
  • Köhler: "Die Person hat in der Vernehmung einen eher wirren Eindruck gemacht. Das macht die Aufklärung der Tat und der Motive schwierig."
  • Köhler: "Dass die Person vor der Tat oder während der Tat Allahu Akbar gerufen hat, ist von einem Zeugen gesagt worden. Auch der Ausspruch 'Ihr Ungläubigen müsst sterben' ist von einem Zeugen so bestätigt worden." 
  • Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich: "Woher der Begriff Nachrichtensperre herkommt weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es falsch." 
  • Heidenreich: "Wir werden den Beschuldigten auf seine Schuldfähigkeit untersuchen lassen." 
  • Heidenreich: "Alles passt nicht so richtig zusammen nach den Vernehmungen. So dass wir Bedenken hinsichtlich der Schuldfähigkeit haben. Danach wird sich entscheiden, ob wir einen Haftbefehl oder eine Unterbringung in eine Fachklinik anordnen werden."
  • Heidenreich: "Wir versuchen in einem solchen Fall transparent vorzugehen. Das Netz ist so schnell, dass wir viele Dinge erst bestätigen können und wollen, wenn wir uns sicher sind. Wir bitten um Nachsicht, dass wir nicht immer so schnell sind, wie sie es gerne wollen." 
  • Köhler: "Der Beschuldigte gab an, Wanzen an den Füßen gespürt zu haben und deswegen seine Schuhe ausgezogen zu haben. Feststellbar sind Blasen an den Füßen, aber keine Wanzen." 
  • Köhler: "Er hat selbst angegeben, Drogen konsumiert zu haben. Es gibt Hinweise, dass vor zwei Tagen ein Drogenkonsum im Raum Gießen der Grund für die Verwirrtheit gewesen sein könnte. Strafverfahren gab es bislang nicht."
  • Köhler: "Wir wissen nicht, ob er zur Tatzeit unter Drogeneinfluss stand"
  • Köhler: "Im Rucksack war ein Laptop, sein Handy und verschiedene Dokumente."
  • Gietl: "Die Opfer wurden willkürlich gewählt nach dem aktuellen Stand." 
  • Köhler: "In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai war er in psychiatrischer Behandlung." 
  • Gietl: "Es war eine Art Survival-Messer. Es gehörte zu seinen Reiseutensilien. Länge 10 Zentimeter, Breite 3 Zentimeter."
  • Köhler: "So weit wir wissen, standen Pläne im Raum, entweder nach Österreich oder Portugal zu fahren. Warum er nach München gefahren ist, ist unklar."
  • Gietl: "Der Mann war etwa seit zwei Jahren arbeitslos. Vorher war er Schreiner."
  • Gietel: "Verschiedene Zeugenaussagen. Ein Zeuge sagt aus, er habe 'Aloha Akkbar' gesagt." 
  • Heidenreich: "Bisher haben wir keine Hinweise darauf, dass sich der Beschuldigte islamistische Propagandavideos im Internet angeschaut hat. Sein Facebook-Profil ist, was die Tat angeht, völlig unauffällig."

UPDATE 14.15 Uhr: Schlimmeres Blutbad noch verhindert?

Laut der Nachrichtenagentur dpa existiert ein Video einer Überwachungskamera. Darauf ist offenbar zu sehen, wie ein S-Bahn-Fahrer und ein Sicherheitsmann den Messerstecher mit einem Feuerlöscher vertrieben haben. Die beiden mutigen Männer sollen der Polizei dann auch noch gezeigt haben, wo sich der 27-Jährige versteckt hält. 

Ein Video vom Tatort von unserem Partnerportal tz.de/merkur.de:

UPDATE, 13.44 Uhr: Täter fiel bereits vor Tagen auf

Nach dem tödlichen Messer-Angriff in Grafing bringen Aussagen von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann neue Erkenntnisse: Der mutmaßliche Täter, der wohl psychische Probleme und Drogenprobleme hatte, sei offenbar vor einigen Tagen in einem anderen Bundesland in Erscheinung getreten, weil er sich "ungewöhnlich" verhalten haben. Das berichtet der BR. Die Polizei habe aber keine weiteren Maßnahmen eingeleitet. 

Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr zeigt sich indes tief bewegt. In einem Facebook-Post bringt sie ihre Trauer zum Ausdruck. Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl wird am Gedenkgottesdienst am Mittwoch in Grafing teilnehmen. 

UPDATE, 12.45 Uhr: Ein Opfer weiter in Lebensgefahr

Joachim Herrmann hat sich weiter zu dem derzeitigen Ermittlungsstand zur Messer-Attacke in Grafing geäußert: Demnach sei ein islamistischer Hintergrund auszuschließen.

Die drei Verletzten, von denen einer offenbar weiterhin in Lebensgefahr schwebt, sollen alle aus Grafing kommen. Sie werden derzeit in Krankenhäusern in München und Murnau behandelt.

Bürgermeisterin Angelika Obermayr und Landrat Robert Niedergesäß legten am Bahnhof Kränze nieder.

Auch die Bahn hat eine neue Prognose abgegeben, wann das betroffene Gleis 1 am Grafinger S-Bahnhof wieder freigegeben wird. Ab 16 Uhr soll dies voraussichtlich der Fall sein:

UPDATE, 12.25 Uhr: Wasserburgs Bürgermeister zeigt sich fassungslos

Der tödliche Messerangriff forderte am Dienstagmorgen ein Todesopfer aus Wasserburg. Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl zeigte sich fassungslos: "Es war ein schrecklicher Zufall und absolut sinnlos."

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bestätigte nun, dass der 27-Jährige laut ersten Ermittlungen offenbar sowohl psychische als auch Drogenprobleme habe. Weiter habe der Messerstecher seine Tat bereits eingeräumt.

Derzeit würden die Videoaufnahmen vom Bahnsteig und aus der S-Bahn ausgewertet, wie Spiegel Online berichtet. Der Täter sei von Bahnmitarbeitern in die Flucht geschlagen worden. Die couragierten Mitarbeiter hätten hierfür unter anderem einen Feuerlöscher verwendet.

Ein Angestellter sei dem 27-Jährigen bis in die Stadt gefolgt und habe ihn dort gestellt. So habe die Polizei ihn festnehmen können. Er leistete laut Polizei keinen Widerstand. Der Angreifer war tatsächlich barfuß unterwegs.

Derweil scheint es sich zu bestätigen, dass der mutmaßliche Täter drogenabhängig und verwirrt sein soll: Laut SZ seien Spuren von Rauschgift an einem Behältnis gefunden worden, das am Tatort sichergestellt wurde.

UPDATE, 12 Uhr: LKA kündigt PK an

Nach der Messer-Attacke in Grafing herrscht in der Region große Betroffenheit. Ein 56-jähriger Wasserburger wurde bei dem Angriff in den frühen Morgenstunden getötet. Das Alter des Opfers wurde kürzlich vom LKA berichtigt:

Um 15 Uhr soll eine Pressekonferenz des LKA stattfinden:

UPDATE, 11.05 Uhr: Täter hinterließ blutige Fußspuren

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat die Polizei mittlerweile bestätigt, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt. Ein 27-jähriger Deutscher hatte am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr bei einer Messer-Attacke einen 50-Jährigen aus Wasserburg getötet und drei weitere Menschen verletzt.

Der mutmaßliche Täter, Paul H. aus Gießen (Hessen), war bisher noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Er wurde festgenommen und wird verhört.

Als Tatwaffe benutzte er offenbar ein zehn Zentimeter langes Messer. Das berichtet der Merkur. Am Tatort sieht man blutige Fußspuren, der junge Mann war offenbar barfuß unterwegs.

Wie nun bekannt wurde, war das Todesopfer bei der Attacke im Zug, und nicht, wie zuerst gemeldet, mit dem Fahrrad auf der Straße.

ARD-Terrorexperte Holger Schmidt twitterte:

UPDATE, 10.40 Uhr: Züge fahren wieder

Das BLKA hat auf Facebook bekannt gegeben, dass mittlerweile der Zugverkehr am Grafinger Bahnhof wieder frei ist:

Auch wenn bei diesem Fall ein islamistischer Hintergrund bislang weder bestätigt noch ausgeschlossen werden kann, haben wir für Sie eine Chronologie des Islamistischen Terrors in Deutschland erstellt:

Islamistische Terrorgefahr in Deutschland 

In einem Interview mit dem BR bezieht Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer Stellung zu den Ermittlungen:

UPDATE, 10.15 Uhr: Todesopfer bestätigt

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Bei dem Toten handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen 50-Jährigen aus Wasserburg. Der Mann erlag seinen Verletzungen nach der Messer-Attacke in Grafing.

Laut Merkur sei der 27-jährige Angreifer bereits im Zug auf einen Mann losgegangen. Im Anschluss habe er am Bahnhof einen zweiten Mann attackiert. Daraufhin habe der junge Mann zwei Radfahrer angegriffen, darunter einen Zeitungsausträger. Bei ihm soll es sich laut Medienberichten um den verstorbenen Wasserburger handeln. 

Während der Tat soll der mutmaßliche Täter Äußerungen wie "Ihr Ungläubigen" getätigt haben.

Messer-Attacke am Grafinger Bahnhof

UPDATE, 10 Uhr: Opfer aus Wasserburg?

Bei dem Todesopfer nach der Messer-Attacke am Grafinger S-Bahnhof handelt es sich offenbar um einen Wasserburger. Das berichtet die Ebersberger Zeitung. Das BLKA konnte dies aber weder bestätigen noch dementieren.

Der 50-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen am Dienstagvormittag im Krankenhaus.

Ein weiteres Opfer schwebt laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann noch in Lebensgefahr. Für die beiden anderen Opfer bestehe jedoch keine akute Gefahr.

Der mutmaßliche Täter könnte aufgrund von Drogenkonsum verwirrt gewesen sein. Diese Vermutung äußerte Herrmann gegenüber Medienvertretern. Eine politisch motivierte Tat schloss er aber nicht aus.

UPDATE, 9.43 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am Dienstag, 10. Mai, gegen 5 Uhr, kam es zu einem Messerangriff am S-Bahnhof Grafing. Ein 27-jähriger Deutscher griff unvermittelt mehrere Männer am S-Bahnhof bzw. in der S-Bahn mit einem Messer an und verletzte dabei vier Männer zum Teil schwer. Ein 50-Jähriger wurde bei dem Angriff so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus verstarb.

Bei den weiteren Verletzten handelt es sich um drei Männer im Alter von 58, 43 und 55 Jahren. Der Täter machte Äußerungen bei der Tat, die auf eine politische Motivation schließen lassen. Nähere Informationen sind zum derzeitigen Stand der Ermittlungen noch nicht vorhanden. Das Bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft München II haben die Ermittlungen übernommen.

UPDATE, 9.40 Uhr: Täter ist ein junger Deutscher

Der mutmaßliche Täter, der am Bahnhof Grafing wahllos auf mehrere Menschen eingestochen hat, ist ein junger Deutscher. Gerüchte, wonach es sich um einen Mann mit Migrationshintergrund handeln soll, konnte das LKA gegenüber dem Münchner Merkur nicht bestätigen.

Am Bahnhof kommt es bis auf weiteres zu erheblichen Behinderungen.

Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr sprach bei n-tv von "viel Blut". Viele Feuerwehrleute seien erschüttert. "Grafing ist eigentlich ein friedliches oberbayerisches Städtchen."

UPDATE, 9.05 Uhr: BR berichtet von einem Todesopfer

Nach der Messerattacke am Grafinger S-Bahnhof ist ein Mann gestorben. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Das Opfer wurde von einem jungen Deutschen tödlich verletzt.

Der mutmaßliche Täter stach offenbar wahllos auf mehrere Menschen ein. Drei weitere Männer wurden verletzt.

Erstmeldung:

Am frühen Dienstagmorgen, gegen 5 Uhr, hat es nach Medienberichten am S-Bahnhof Grafing einen Messerangriff gegeben. Der mutmaßliche Täter soll dabei vier Menschen verletzt haben, zwei davon schwer. Eine Person schwebt offenbar in Lebensgefahr.

Bei allen vier Opfern soll es sich um männliche Personen handeln. Der Täter ist offenbar ein junger Deutscher, der der Polizei bislang wohl nicht bekannt war.

Ermittler bestätigten der Süddeutschen Zeitung erste Gerüchte, dass der Täter während des Angriffs "Allahu-Akbar" ("Allah ist groß") gerufen haben könnte.

Ein politischer Hintergrund kann vorerst nicht ausgeschlossen werden. Das Bayerische Landeskriminalamt hat Ermittlungen aufgenommen.

Der junge Mann soll zunächst flüchtig gewesen sein. Mittlerweile haben die Beamten den Angreifer festgenommen.

Hier gibt's die aktuellen S-Bahn-Meldungen.

"Der Bahnhof ist ein Tatort und muss dementsprechend spurentechnisch behandelt werden", so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gegenüber der SZ.

Die Staatsanwaltschaft habe inzwischen eine Nachrichtensperre verhängt, berichtet der Focus.

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Martina Hunger

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Michael Heymann

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