Für Südostbayern

So soll jetzt Energie gespart werden

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Landkreis Traunstein - Im Ausschuss für Umweltfragen wurde am Mittwoch über die Gründung einer Energieagentur gesprochen. Wie sich das Gremium entschieden hat und was eine solche Agentur bringt:

Das Allgäu hat es vor gemacht und bald soll es auch eine Energieagentur für den südostbayerischen Raum geben. "Derzeit laufen intensive Beratungen mit den Landkreisen Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf", berichtete Traunsteins Landrat Siegfried Walch bei der Ausschusssitzung am Mittwoch. Die Energieagentur soll dabei als Anlaufstelle für Bürger, Unternehmen und Kommunen neutrale und fachkompetente Informations- und Beratungsangebote zum Thema "Energie und Energetische Sanierung" bieten. Walch: "Das größte Potential bei der Energieeinsparung und -Effizienz liegt im Bereich der Wärmeversorgung." Die Herausforderung bestehe darin, Haushalte, Wohnungswirtschaft und Unternehmen flächendeckend anzusprechen, zur Umsetzung von Einsparmaßnahmen zu motivieren und sie dabei qualifiziert zu beraten.

So viel kostet die Energieagentur

In Bayern gibt es bereits zehn solcher Energieagenturen. "Durch ihre nähe zu Städten, Gemeinden und Landkreisen bieten sie produktneutrale Beratungen rund um die Themen "Energiesparen, -Effizienz und Förderung erneuerbarer Energien". Bei einer Mindesteinwohnerzahl von 250.000 gibt es dabei auch Fördergelder vom Freistaat - im Rahmen des "Klimaprogramms Bayern 2020". Ein umfangreicher Businessplan wurde für die vier Landkreise auch bereits ausgearbeitet. Demzufolge gibt es vom Freistaat in den ersten drei Jahren insgesamt 130.000 Euro für das Projekt. "Der Landkreis Traunstein muss mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 85.000 Euro in 2016 und voraussichtlich rund 56.000 Euro in 2020 rechnen", so der Landrat. Die Kosten der Agentur belaufen sich, nach ersten Einschätzungen, auf 303.600 Euro im ersten Jahr. Besonders stolz war er darauf, dass als Sitz der Energieagentur der Landkreis Traunstein auserkoren wurde. Doch trotzdem drängt die Zeit, denn das aktuelle Förderprogramm des Freistaates zur Gründung regionaler Energieagenturen läuft nur noch bis Ende 2015. Heißt: Bei einer Zusage noch in diesem Jahr ist die Mittelverwendung bis 2018 möglich. "Daher müssen wir heute sagen: 'hü oder hopp.'"

Die Abstimmung

Von den Mitgliedern des Ausschusses für Umweltfragen, Abfallwirtschaft und Energie gab es weitgehend Zustimmung für das Projekt. So meinte Franz Parzinger (CSU): "Da steckt großes Potential drin. Wir sollten das jetzt wagen." Und auch Walch zeigte sich überzeugt, dass "es der größte Schritt ist, den wir umwelt-politisch überhaupt machen können". Einstimmig entschied sich das Gremium daher für die Gründung einer Energieagentur. In den kommenden Tagen und Wochen sind dann die Landkreise Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf am Zug, über den gleichen Beschluss abzustimmen. "Aber die Signale aus den Landkreisen und den Fraktionen sind bereits jetzt positiv", so Walch. Anschließend geht der Beschluss dann weiter in den Kreistag, wo endgültig darüber entschieden wird.

Quelle: chiemgau24.de

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